Digital Life
20.05.2015

Google entschuldigt sich für rassistische Maps-Suche

Nachdem bekannt wurde, dass rassistische Suchanfragen bei Google Maps auf das Weiße Haus verwiesen haben, hat sich der Suchmaschinenkonzern entschuldigt.

Einige Suchanfragen, die das Wort "Nigger" enthalten, haben bei Google Maps bis vor kurzem offenbar auf das Weiße Haus, den Amtssitz von US-Präsident Obama, verwiesen, berichtet der Guardian. Suchen nach "Nigger House" oder "Nigger King" haben Besucher von Google Maps offenbar zum weißen Haus geführt, wenn die Ansicht gerade auf die Gegend rund um Washington D.C. zentriert war. Dafür hat sich Google jetzt entschuldigt.

Rassistische Algorithmen

"Einige unangebrachte Ergebnisse, die es nicht geben sollte, tauchen in Google Maps auf. Wir entschiuldigen uns bei allen, die deshalb beleidigt wurden. Unser Team arbeitet mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben", sagte ein Sprecher. Die Washington Post hatte das Problem bereits am Dienstag entdeckt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google rassistische Auswüchse seiner Algorithmen beseitigen muss. 2010 hat die automatische Vervollständigungsfunktion der Suchmaschine bei der Eingabe des englischen Wortes für "Warum" rassistische Ergänzungen vorgeschlagen. Das Werbesystem von Google hat zudem nachgewiesenermaßen um 25 Prozent häufiger Anzeigen für Strafregisterüberprüfungen ausgespielt, wenn nach traditionell afroamerikanischen Vornamen gesucht wurde.