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Wie mit Google Maps die Ukraine-Invasion getrackt wird

Der russische Angriff auf die Ukraine zeigt sich bereits in Google Maps. Es wird derzeit zum Hilfsmittel für Flüchtende, die Schutz suchen und für Analysten, um Truppen zu tracken. Forscher*innen konnten die Invasion russischer Truppen mit Satellitenbildern und Google-Maps-Informationen identifizieren, bevor Russland sie offiziell angekündigt hat.

Aus den Verkehrsdaten lies sich am Donnerstagabend entnehmen, dass es Straßensperrungen in und um Charkiw gibt und dass der Verkehr aus der Hauptstadt Kiew stockt. Ein Forscher*innen-Team konnte auf Satellitenbildern russische Soldaten in Beogrod (Russland), kurz vor der ukrainischen Grenze, erkennen. Gleichzeitig tauchte morgens um 3.15 Uhr ein Stau auf der Straße zwischen Beogrod und der Ukraine auf. 

Wie einer der Forscher, Jeffrey Lewis, auf Twitter schreibt, stammten diese Daten sehr wahrscheinlich von Nutzer*innen, die in eine Straßensperre fuhren oder von den russischen Truppen aufgehalten wurden. Google trackt die Bewegung von Nutzer*innen, um die Verkehrslage besser zu erkennen. 

Maps kennzeichnet Schutzbunker

Außerdem gab es Informationen über Verzögerungen der öffentlichen Verkehrsmittel. Zwar hat Google keine offiziellen Informationen dazu bereitgestellt, wie die Ereignisse auf Google Maps getrackt werden. Es sind allerdings Schutzbunker bereits eingetragen. So forderte die indische Botschaft in der Ukraine via Twitter dazu auf, Google Maps zu nutzen, um den nächstgelegenen Schutzbunker zu finden.

Google-Maps-Nutzung gestiegen

Daher ist es auch wenig überraschend, dass die Nutzung von Google Maps in der Ukraine seit Beginn des Angriffs enorm zugenommen hat. Der Transparency-Report von Google zeigt den sprunghaften Anstieg in den vergangenen Tagen.

Gleichzeitig ist die Nutzung anderer Google-Produkte wie Docs und Sheets deutlich zurückgegangen, was den Ausnahmezustand in der Ukraine im Vergleich zum normalen Arbeitsalltag auch statistisch widerspiegelt.

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