Digital Life
03/05/2019

In China löst eine KI die Nachrichtensprecher ab

Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua nutzt digital-generierte Nachrichtensprecher.

Am vergangenen Sonntag hat Xinhua eine neue Nachrichtensprecherin für die Berichterstattung über die derzeit stattfindende große Delegiertenversammlung der kommunistischen Partei in Peking eingesetzt, wie Reuters berichtet. Das Besondere daran ist, dass es sich bei der jungen Frau um eine Computeranimation handelte. Diese nutzt künstliche Intelligenz, um möglichst glaubwürdige Mimik und Gestik zu erlernen. Auch die Sprachausgabe soll auf diese Weise authentisch gestaltet werden. Laut Xinhua könne diese virtuelle Nachrichtensprecherin rund um die Uhr berichten, ohne dabei wie ein Roboter zu wirken.

Die Sprecherin wurde auf den Namen "Xin Xiaomeng" getauft. Ihr Äußeres ist der menschlichen Xinhua-Sprecherin Qu Meng nachempfunden. Der Roboter wurde von Xinhua in Zusammenarbeit mit der Technologiefirma Sogou entwickelt. Schon im vergangenen November hat Xinhua zwei männliche KI-Sprecher auf der World Internet Conference in Wuzhen präsentiert. Diese sind aber noch nicht im Live-Betrieb zum Einsatz gekommen. In Zukunft sollen die animierten Personen häufiger eingesetzt werden.