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Studie IT-Sicherheit: Nur wenige handeln vernünftig.

Foto: TU Wien
Eine neue Studie der TU und der Universität Wien beschreibt das Sicherheitsverhalten österreichischer Unternehmen und Privatpersonen. Das Sicherheitsbewusstsein im IT-Bereich bei Behörden und Großunternehmen ist hoch, doch doch selbst gut Informierte wappnen sich oft unzureichend.

"Die gute Nachricht: Die größeren Behörden und Unternehmen in Österreich zeigen ein hohes Sicherheitsbewusstsein im IT-Bereich", erklärt Stefan Fenz vom Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der Technischen Universität Wien in der Presseaussendung. 95 Prozent der Befragten in diesem Bereich bezeichnen das Thema als wichtig. Bei Privatpersonen zeigt sich ein geringeres Interesse an IT-Sicherheit. Vor allem bei Personen unter 46 Jahren ist das Sicherheitswissen nur schwach ausgeprägt. Aber selbst gut informierte  Personen handeln oft unvernünftig. 19 Prozent unter ihnen treffen nur unzureichende Sicherheitsmaßnahmen.

"Ohne reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur sind viele staatliche, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Prozesse heute nicht mehr vorstellbar. Die Gefahr, die von solchen Attacken ausgeht, ist sehr ernst zu nehmen", kommentiert Thomas Neubauer von der TU Wien das Ergebnis. Als Strategieempfehlung wird der Ausbau des Sicherheitsbewusstseins betont. Vorgeschlagen werden unter anderem gesetzlich festgeschriebene Mindestsicherheitsstandards und Anreizsysteme. Ein Handlungsbedarf besteht auch bei der Smartphone-Sicherheit. Hier sollen Kampagnen durch Mobilfunkunternehmen, Medien und Interessensvertretungen die Kundschaft informieren.

Die Studie wurde mittels Telefonbefragungen und Online-Erhebungen im Rahmen des österreichischen Sicherheitsforschungsförderprogramms KIRAS durchgeführt. Finanziert wurde sie vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

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(futurezone) Erstellt am 18.02.2013, 10:15

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