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Digital Life
01/22/2020

Jeff Bezos Handy angeblich von saudischem Kronprinzen „gehackt“

Eine WhatsApp-Nachricht des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman soll das Smartphone des Amazon-Chefs mit Schadsoftware infiziert haben.

Die Nachricht, die vom Account des saudischen Prinzen im Mai 2018 an Bezos versandt wurde, soll laut forensischen Analysen ein infiziertes Videofile enthalten haben, das Angreifern Zugriff auf das Smartphone des Amazon-Chefs gab. Daraufhin sollen innerhalb weniger Stunden Gigabyte an Daten von Bezos Handy abgesaugt worden sein, berichtet der britische „Guardian“ unter Berufung auf mehrere Quellen. Um welche Daten es sich dabei handelte sei nicht bekannt, heißt es in dem Bericht weiter.

Brisant

Dass der zukünftige saudi-arabische König persönlich in einen Cyberangriff verwickelt sein könnte, dürfte für Spannungen sorgen. Die Nachricht an Bezos wurde fünf Monate vor dem Mord an dem Regimekritiker Jamal Khashoggi versandt. Khashoggi war als Kolumnist für die „Washington Post“ tätig, die sich im Eigentum von Bezos befindet. Der saudische Kronprinz wird auch verdächtigt, den Mord an Khashoggi beauftragt zu haben.

Erpressung

Bezos selbst hatte Anfang 2019 öffentlich gemacht, dass er von der Boulevardzeitung „National Enquirer“ erpresst werde, die ihm gegenüber mit der Veröffentlichung intimer Fotos aus seinem Chatverlauf drohte.

Die saudi-arabische Regierung kommentierte den Bericht des „Guardian“ bisher nicht. In einem in der Nacht auf Mittwoch veröffentlichten Tweet der US-Botschaft des Königreiches ist aber von absurden Anschuldigungen die Rede.

Von Bezos beauftragte Privatermittler gehen seit längerem davon aus, dass Saudi-Arabien hinter dem Hack des Smartphones des Amazon-Chefs stehen.