Digital Life
05.09.2016

John McAfee darf Firma nicht John McAfee nennen

Der für seine Antiviren-Software bekannte US-Amerikaner streitet sich mit Intel über die Rechte an seinem Namen. Er dürfte diese bereits 1991 abgetreten haben.

Der exzentrische Millionär und Sicherheitsexperte John McAfee darf seine Firma nicht "John McAfee" nennen. Das berichtet The Register, das sich dabei auf kürzlich veröffentlichte Gerichtsdokumente beruft. Demnach plante McAfee, das Unternehmen "MGT Capital Investments" in "John McAfee Global Technologies" umzubenennen. Davon ist jedoch Intel, das den Software-Entwickler McAfee 2011 für 7,7 Milliarden US-Dollar kaufte, wenig begeistert. Der Konzern bietet zwar mittlerweile die Antiviren-Software als Intel Security an, einige andere Software-Lösungen werden aber weiterhin unter der Marke "McAfee" angeboten.

Wieder CEO

McAfee verkaufte 1991 für neun Millionen US-Dollar die Markenrechte an seinem Namen an das von ihm gegründete Software-Unternehmen. 1994 verließ McAfee das Unternehmen. Mittlerweile versucht er, wenn er nicht gerade in Mordfällen in Belize verwickelt ist, mit Start-ups an die alten Erfolge anzuknüpfen. Kürzlich wurde er zum CEO von MGT Capital Investments bestellt, das sein Start-up D-Vasive für eine nicht näher genannte Summe übernahm.

McAfee will den Streit um den Namen nun offenbar vor Gericht bringen. Vergangenen Freitag wurde eine Klage gegen Intel eingereicht, in der McAfee beweisen will, dass die Markenrechte an seinem Namen ihm gehören.