Digital Life
16.12.2013

"Keine Bank fragt telefonisch Kontodaten ab"

Im Zuge der Umstellung auf die internationale Kontonummer IBAN häufen sich Phishing-Mails. Die Konsumentenschützer warnen und raten zum Löschen angeblicher Bank-Mails.

Ab 1. Februar muss für alle Überweisungen und Lastschriften die internationale Kontonummer IBAN (International Bank Account Number) verwendet werden. Sie ersetzt die bisherige Bankleitzahl und Kontonummer. Im Vorfeld dieser Umstellung häufen sich bereits verdächtige Mails. Betrüger versuchen, meist als Bank getarnt, an heikle Bankkundendaten zu kommen. Anlass für einen Warnruf der Arbeiterkammer.

Mails einfach löschen

Mit gefälschten E-Mails (sogenannten „Phishing-Mails“), die als Absender eine Bank haben, wollen mutmaßlich kriminelle Absender an sensible Kontodaten kommen. „Eine Bank fragt nie nach ihren Kontodaten per E-Mail oder am Telefon“, warnte AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic am Montag.
Ihr Rat an die Empfänger solcher Mails: Auf keinen Fall antworten, sondern die E-Mail ungeöffnet löschen.

In den gefälschten E-Mails fordern Internetbetrüger dazu auf, einem Link zu folgen und dort Kontodaten - wie IBAN, Transaktionsnummer, also TAN - einzugeben. Weiters wird oft angegeben, dass sich ein Bankmitarbeiter melden wird. Der Konsument sollte laut AK aber auf jeden Fall wissen, dass keine Bank per E-Mail oder telefonisch sensible Kontodaten abfragt.

Nur mehr SEPA-Verfahren

Um den bargeldlosen Zahlungsverkehr EU-weit zu standardisieren und zu verbessern, wurde SEPA (Single Euro Payment Area) eingeführt. Für die österreichischen Bankkunden heißt das, dass ab 1. Februar 2014 für Inlands- und Auslandsüberweisungen ausschließlich eine 20-stellige IBAN (International Bank Account Number) und der BIC (Bank Identifier Code) verwendet werden dürfen.

Für die privaten Bankkunden ebenfalls wichtig: Die Konsumenten müssen nicht selber dafür sorgen, dass die alte Kontonummer und Bankleitzahl auf IBAN und BIC umgestellt werden - das erledigen im Wesentlichen die Banken. „Die Bankkunden finden zum Beispiel ihre IBAN und den BIC auf ihren Bankomatkarten und Kontoauszügen“, so die AK. Natürlich können auch die Bankberater ihren Kunden Auskunft erteilen, wie die korrekte IBAN und der korrekte BIC lauten.