Digital Life
14.01.2017

KFC: Gesichtserkennung soll Kundenwünsche erkennen

In China verwendet Kentucky Fried Chicken Gesichtserkennungssoftware um den Kunden ihre Wünsche von den Lippen abzulesen.

Wer die Kentucky Fried Chicken Filiale im Finanzdistrikt in Peking betritt, wird von Kameras erfasst, deren Bilder von einer Gesichtserkennungssoftware analysiert werden. Anhand dieser Analysen - Alter, Geschlecht und Stimmung - wird dem Kunden ein Menü-Vorschlag unterbreitet.

Einem männlichen Kunden in seinen frühen 20ern wird vielleicht ein Crispy Chicken Hamburger, gegrillte Chicken-Wings und eine Cola angeboten, während einer 50-jährigen Frau zum Frühstück wahrscheinlich Porridge und Sojamilch vorgeschlagen wird, heißt es in einer Aussendung von Baidu, dem chinesischen Suchmaschinenbetreiber mit dem die US-amerikanische Fast-Food-Kette zusammenarbeitet. Bei Erfolg gibt es laut Baidu Pläne, diese smarte Gesichtserkennungstechnologie auf mehr KFC-Stores in China auszuweiten.

KFC und Baidu wollen damit "ein personalisiertes Bestellerlebnis" schaffen, bei dem wiederkehrende Kunden per Gesichtserkennung wiedererkannt werden und ihnen auf Basis ihrer vorherigen Bestellungen Vorschläge unterbreitet werden. Gesichtserkennung könnte auch beispielsweise dazu verwendet werden um Bezahlvorgänge abzuschließen. Ein Bericht von Business Insider Intelligence prognostiziert, dass smarte Bestell- und Bezahlsysteme - etwa im Vorhinein per Smartphone-App - in Fast-Food-Restaurants in naher Zukunft mehr als zehn Prozent ausmachen würden.

Baidu und KFC haben schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet und futuristische Technologie in den Fast-Food-Filialen zu testen. So zeigten die beiden Unternehmen Mitte 2016 in einem Video, wie ein Kunde mit einem kleinen, sprechenden Roboter interagiert und Bestellungen aufgibt.