Digital Life
10.11.2016

Kritik: Facebook hat US-Wahl mit Filterblase beeinflusst

Facebook und Twitter müssen sich vorhalten lassen, mit ihrer „Filterblase“ den Wahlsieg von Donald Trump möglich gemacht zu haben.

Facebook ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Vertriebswege für Nachrichten geworden. - derstandard.at/2000047278370/Fake-News-Hass-Luegen-Wie-Facebook-die-US-Wahl-beeinflusstFacebook ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Vertriebswege für Nachrichten geworden. - derstandard.at/2000047278370/Fake-News-Hass-Luegen-Wie-Facebook-die-US-Wahl-beeinflusstFacebook ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Vertriebswege für Nachrichten geworden. Bei Facebook tischen Algorithmen den Nutzern Nachrichten auf, die zu ihren Ansichten passen. So konnte Trump in Amerika einen Wahlsieg einfahren, heißt es seitens der Kritiker am Tag nach der US-Präsidentenwahl. Außerdem habe Facebook zu wenig gegen die Ausbreitung eindeutig falscher Nachrichten unternommen. „Solange etwas in sozialen Medien ist, fangen die Menschen an, daran zu glauben“, betonte Präsident Barack Obama.

Bei der Internet-Konferenz „Web Summit“ in Lissabon fasste Tech-Investor Dave McClure die Kritik in harschere Worte. „Wir als Tech-Branche stellen die Kommunikations-Plattformen für den Rest dieses verschissenen Landes - und wir lassen zu, dass solche Scheiße passiert“, brüllte er zu Applaus in den Saal, bevor er Trump ein „Arschloch“ nannte. Was die Tech-Szene sonst noch so sagte, lest ihr hier. Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos forderte auf der Konferenz auch von Trump ein Bekenntnis zur Freiheit im Netz: „Die EU und die US-Regierung müssen mit guten Beispiel vorangehen und vorleben, dass die Art, mit dem Internet umzugehen, nicht Überwachung, Kontrolle und Zensur ist, sondern der Fokus auf Offenheit und Sicherheit für die Menschen in der realen Welt.“