Digital-Life 29.05.2014

Lern-Apps und QR-Codes: Die smarte Klasse von Oberwart

In der Volksschule Oberwart im Burgenland wird einer ersten Klasse das Schreiben und Lesen mit Tablets beigebracht.

An der Wand hängt in der 1EA der Volksschule Oberwart keine Kreidetafel mehr, sondern ein eBoard von Samsung. „Wir haben keine normale Tafel, was ist das?“ fragt Schülerin Lea beim Interview. Die 1EA ist nämlich eine der beiden Gewinner-Klassen im Bereich VHS des Samsung Smart School-Ideenwettbewerbs.

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© Bild: Marlene Ruiter-Gangol
Die 16 Schüler der ersten Klasse haben auch noch Tablets gekommen, auch eine zweite Klasse an der Schule mit acht Schülern wurde mit Tablets ausgestattet. „Ich bin so froh, dass ich ein Tablet in der Schule habe“, erzählt die sechsjährige Sophie. „Ich spiele gerne und ich schreibe gerne am Tablet“, so Sophie.

Lernspiele für Mathematik

Mit dem Spielen sind freilich Lernspiele gemeint, wie die Klassenlehrerin Marlene Ruiter-Gangol gegenüber der futurezone betont. “Wir haben eine Reihe von Lern-Apps, die für die erste Klasse geeignet sind. Dazu zählen Mathematik-Apps, bei denen man erst Levels aufsteigt, wenn man die Grundrechnungsarten wie addieren und subtrahieren beherrscht“, erzählt die Klassenlehrerin. Eines der Spiele, die scheinbar alle Schüler dieser Klasse heiß lieben, dreht sich etwa um die Panda-Jagd. Zwischendurch werden immer wieder Rechenaufgaben gestellt, damit der Panda weiter läuft. „Ich kann schon sehr gut rechnen damit“, erzählt Schüler Franz Xaver.

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© Bild: Marlene Ruiter-Gangol
Im Deutschunterricht werden etwa Buchstaben geübt und eigene Vokabelbücher angelegt. Auch schreiben – freilich handschriftlich – haben die Schüler am Tablet gelernt. „Ich schreibe lieber am Tablet als auf einem Zettel, weil ich da den Text direkt an alle verschicken kann“, sagt die Schülerin Lea im Gespräch. „Die Schüler lieben es, weil sie Buchstaben einfacher wegradieren können und auch schöne Zeichnungen dazu gestalten können“, so die Lehrerin.

Zufrieden mit der Software

In der Klasse kommt auch die Software „Samsung Smart School“ zum Einsatz, mit der Inhalte vom Lehrer-PC aus auf alle Tablets gespielt werden können und die Lehrerin die Kontrolle darüber behält, was die Schüler mit den Tablets so treiben. Lea schreibt etwa ein Wort aufs eBoard und die Lehrerin kann dieses Wort auf alle anderen Geräte der Schüler übertragen. „Die Software von Samsung ist vor allem beim Prozess des Schreibenlernens eine große Hilfe gewesen und eine tolle Geschichte. Die Software ist für uns äußerst praktisch“, sagt Ruiter-Gangol.

Am Anfang, bevor die Schüler ein wenig lesen und schreiben konnten, wurden die Tablets hauptsächlich zur Gestaltung von Videos oder Fotos genutzt. So gestalteten die Kinder etwa ein „Frühlingsblumenbuch“ mit Fotos. Bevor die Kinder lesen und ein wenig tippen konnten, half ihnen außerdem der Einsatz von QR-Codes. „Wir haben Internet-Seiten mittels QR-Code geöffnet, weil das Eingeben von Webseiten war natürlich eine Katastrophe“, erzählt Ruiter-Gangol.

"Man hat mehr Zeit für einzelne Kinder"

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© Bild: Marlene Ruiter-Gangol
Die Apps, die für den Unterricht benötigt werden, installiert die Klassenlehrerin über Google Play. Bisher habe es mit der Samsung Smart School-Software keine Probleme gegeben, mit der Internet-Verbindung allerdings schon. Erst seit einem Upgrade der WLAN-Verbindung funktioniert das Abrufen von Inhalten im Netz in der Klasse problemlos.

„Es ist ein anderer Unterricht als früher. Die Schüler bekommen sofortige Reaktionen vom Tablet, man muss als Lehrer nicht mehr die ganze Zeit daneben stehen. Das bedeutet auch, dass man mehr Zeit für einzelne Kinder aufwenden kann. Die anderen erhalten in der Zwischenzeit Rückmeldungen vom Tablet“, erzählt die Klassenlehrerin.

In der Volksschule Oberwart werden die Tablets auch im Herbst in der zweiten Klasse wieder regelmäßig benutzt werden.

Disclaimer: Dieser Artikel enstand im Rahmen einer Kooperation mit Samsung. Mehr Berichte zu dem Thema lesen Sie in unserem Bereich "Smart School".

( futurezone ) Erstellt am 29.05.2014