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Auszeichnung
12/15/2010

Mark Zuckerberg ist "Person des Jahres 2010"

Magazin "Time" nannte den Facebook-CEO, weil er mit seinem Online-Netzwerk das Leben der ganzen Gesellschaft verändert habe. Damit geht aber Wikileaks-Gründer Julian Assange leer aus. Er war in den vergangenen Tagen immer wieder als Anwärter auf die Person des Jahres genannt worden.

Der Mitgründer von "Facebook" habe mit seinem sozialen Netzwerk das Leben von Hunderten Millionen Menschen und der ganzen Gesellschaft verändert, sagte "Time"-Chef Richard Stengel am Mittwoch in New York. "Sein Netzwerk erreicht 500 Millionen Menschen und hat sie miteinander verknüpft. Er hat ein neues System geschaffen, um Informationen auszutauschen und unser aller Leben verändert."

Assange nur auf Platz drei

Allgemein war mit Wikileaks-Gründer Julian Assange als "Mann des Jahres" gerechnet worden. Die von ihm mitgegründete Internetplattform, auf der geheime Dokumente veröffentlicht werden können, hatte in diesem Jahr wie auch der Australier selbst - immer wieder die Schlagzeilen geprägt. Obwohl Assange auch in einer Leserabstimmung vorne gelegen hatte, kommt er für die Herausgeber nur auf Platz drei. Vor ihm lag noch die ultrakonservative "Tea Party"-Bewegung aus den USA. Die Plätze vier und fünf belegen der afghanische Präsident Hamid Karzai und die zwei Monate verschütteten chilenischen Bergleute.

Der "Mann des Jahres" - seit 1999 die "Person des Jahres" - wird seit 1927 von dem Magazin bestimmt. Angeblich hatte das Magazin den "Mann des Jahres" nur erfunden, um über eine nachrichtenarme Zeit hinwegzukommen. Seit 1927 heben die New Yorker den Menschen auf den Titel einer Dezemberausgabe, der aus ihrer Sicht das Jahr am meisten geprägt hat. Den Anfang machte Charles Lindbergh, der als erster allein den Atlantik überflogen hatte.

Nicht nur Personen ausgezeichnet

Es werden manchmal aber auch Gruppen geehrt, so 1950 "der amerikanische Soldat" im Korea-Krieg oder 1975 "die amerikanische Frau". 1982 war es sogar schlicht "der Computer". Vor vier Jahren stand auf dem Titel nur ein Bildschirm mit dem Wort "Du" auf dem Titel - als Symbol für alle Beteiligten des Internet- und Medienzeitalters.

Beim "Mann des Jahres", seit 1999 der "Person des Jahres", geht es einzig um den Menschen, der die Welt das Jahr über geprägt hat, auch im negativen Sinne. Erster Deutscher auf dem Jahrestitel war so 1938 auch Adolf Hitler, Sowjetdiktator Josef Stalin war gleich zweimal dabei. Die einzigen Deutschen nach dem Krieg waren Konrad Adenauer 1953 und Willy Brandt 1970. Allerdings wurde der Physiker Albert Einstein zum Mann des 20. Jahrhunderts gekürt, Buchdrucker Johannes Gutenberg war für die New Yorker die "Person des Jahrtausends". Vor einem Jahr war US-Notenbankchef Ben Bernanke auf dem Titel.

(APA)