Mastercard hat zu hohe Gebühren für den Kreditkarten-Einsatz verlangt.

© REUTERS/© Jonathan Bainbridge / Reuters

Digital Life
01/18/2019

Mastercard-Rückzieher: Doch kein Schutz vor allen Abzock-Abos

Meldungen, wonach Mastercard seine Kunden künftig vor nicht erwünschten Abbuchungen durch Abo-Fallen schützt, waren übertrieben.

Ein Blog-Eintrag von Mastercard hat in den vergangenen Tagen für zahlreiche Meldungen gesorgt, nach denen Mastercard seine Kunden künftig vor Abzock-Abos schützen wolle, indem es automatische Abbuchungen verhindert (auch die futurezone hat darüber geschrieben). Jetzt rudert das Kreditkartenunternehmen aber wieder zurück, wie The Verge berichtet. Nur wenn es um Produkte gehe, die an die Postadresse zugestellt werden, will Mastercard automatische Abbuchungen unterbinden. In solchen Fällen werden Kunden in Zukunft vor jeder Abbuchung - beispielsweise einmal im Monat -  gefragt, ob sie zustimmen.

Andere Produkte, etwa digitale Angebote wie Netflix, sind von der neuen Regelung aber nicht betroffen. Mastercard hat seinen ursprünglichen Blogeintrag inzwischen entsprechend geändert. Mastercard argumentiert, dass die meisten Probleme derzeit bei Abos auftreten sollen, bei denen es um physische Waren gehe. Ob das stimmt, lässt sich von außen nicht überprüfen. Problematisch sind vor allem Abos, die sich automatisch verlängern, wenn der Nutzer nach der Testphase oder dem Auslaufen seines regulären Abos nich von sich aus kündigt.