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Datenanalyse Mathematiker findet wahre Liebe mit Dating-Seiten-Hack.

Der Mathematiker Chris McKinlay nutzte eine Dating-Webseite auf seine eigene Art
Der Mathematiker Chris McKinlay nutzte eine Dating-Webseite auf seine eigene Art - Foto: APA/FERNANDO BIZERRA JR
Der US-Amerikaner Chris McKinlay durchforstete die Dating-Webseite OkCupid mit automatischen Bots, um Daten zur optimalen Profil-Gestaltung zu gewinnen.

Mit einer ganz eigenen und ziemlich komplizierten Herangehensweise schaffte es der US-amerikanische Mathematiker Chris McKinlay, auf einer Dating-Webseite seine zukünftige Ehefrau kennenzulernen. Wie Wired berichtet, ging McKinlay nach erfolglosen Dating-Versuchen auf herkömmliche Weise dazu über, das Portal OkCupid und dessen weibliche Nutzer mit verschiedenen Datenanalysemethoden zu erforschen und seine Erkenntnisse praktisch zu verwerten.

Bei OkCupid müssen Nutzer Fragen beantworten und diese gewichten, um von einem Algorithmus Personenvorschläge zu erhalten, die eine möglichst hohe Übereinstimmung erzielen. Bei Chris McKinlay hatte dieses Verfahren nur wenige so genannte “Matches” eingebracht. Der Mathematiker entschloss sich daher, die Methode zu hacken.

Datensammeln mit automatischen Bots

Mit automatischen Bots in Form von zwölf Fake-Profilen sammelte er Daten über Vorlieben von Frauen in seiner gewünschten Zielgruppe (25 bis 45 Jahre). Als die Bots von den Sicherheitssystemen bei OkCupid erkannt wurden, analysierte er das Nutzungsverhalten der Dating-Webseite eines Freundes und stattete seine Bots mit menschlichen Mustern aus, um nicht blockiert zu werden. Nach sechs Millionen ergatterten Antworten und Anwendung einer Analysesoftware, die eigentlich für die Auswertung von Sojabohnen gedacht war, kristallisierten sich sieben Cluster von Frauen mit ähnlichen Vorlieben heraus.

Optimierte Profile für verschiedene Cluster

McKinlay zog zwei der sieben Cluster heran, die ihn am meisten ansprachen und optimierte zwei verschiedene persönliche OkCupid-Profile gemäß deren Vorlieben. Die Anzahl der damit erzielten “Matches” überstieg seine ursprüngliche Suche bei Weitem. Dennoch wurden höhere Übereinstimmungswerte als bisher erzielt. Auf den erfolgreichen Webseiten-Hack folgte eine Phase mit zahlreichen Dates. Zur Effizienzsteigerung traf McKinlay öfters mehrere Frauen an einem Tag.

Nach über 55 persönlichen Treffen stieß der 35-jährige McKinlay auf eine 28-jährige Künstlerin, die ihn aufgrund seiner Profilangaben kontaktierte. Diesmal schien das “Perfect Match” gelungen, das in der folgenden Beziehung auch beruflich bedingte lange Phasen der örtlichen Getrenntheit überstand. Das Paar plant nun zu heiraten.

(futurezone) Erstellt am 26.01.2014, 10:55

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