APA5765190-2 - 03112011 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 227 CI - THEMENBILD - Illustration zum Thema "Verbot von Samen- und Eizellenspenden in Österreich rechtens": Das entschied die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in ihrem am Donnerstag, 03. November 2011, verkündeten Urteil. Das Verbot verletze nicht das in der Konvention garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens. Geklagt hatten zwei österreichische Ehepaare, die an Unfruchtbarkeit leiden und künstliche Befruchtungstechniken mit gespendeten Eizellen bzw. Samen von Dritten in Anspruch nehmen wollten. Im Bild eine mikroskopische Aufnahme einer menschlichen Eizelle, die am 09. Februar 2009 in einem Speziallabor in Dresden zu Demonstrationszwecken injiziert wird (ARCHIVBILD). APA-FOTO: DPA-ZENTRALBILD/Ralf Hirschberger

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Digital Life
10/22/2014

Mehrheit der Deutschen lehnt "Social Freezing" ab

Die Meinungen zum Einfrieren von Eizellen aus Karrieregründen gehen in Deutschland weit auseinander, die meisten stehen dem "Social Freezing" ablehnend gegenüber.

Eine Mehrheit (58 Prozent) lehnt Angebote von Arbeitgebern wie Facebook und Apple ab, die ihren Mitarbeiterinnen das „Social Freezing“ finanzieren, damit sie ihren Kinderwunsch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben können. Jeder Dritte (37 Prozent) hält dies jedoch für grundsätzlich „richtig“. Das ist zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Vor allem die Jüngeren stehen solchen Leistungen offen gegenüber. Bei den 14- bis 29-Jährigen spricht sich sogar eine Mehrheit von 53 Prozent für das Angebot des Einfrierens von Eizellen aus. Bei den über 60-Jährigen ist nur eine Minderheit von 20 Prozent dafür. Fast jeder fünfte Befragte könnte sich sogar vorstellen, ein derartiges Mitarbeiter-Angebot selbst zu nutzen oder der eigenen Partnerin dazu zu raten, wenn es diese Möglichkeit gäbe.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Apple von Januar an seinen weiblichen Angestellten anbietet, Kosten für das Einfrieren von Eizellen zu übernehmen. Facebook zahlt dazu bereits seit Anfang dieses Jahres bis zu 20 000 Dollar (15 762 Euro) pro Fall.