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02/04/2011

Microsoft beschuldigt Google der Manipulation

Nachdem Google Microsoft vorwarf bei den Bing-Suchergebnissen auf Google zurückzugreifen, schlägt der Redmonder Konzern nun zurück und beschuldigt den kalifornischen Suchmaschinenkonzern die Ergebnisse mittels Klickbetrug manipuliert zu haben.

Zwei ranghohe Microsoft-Mitarbeiter bestreiten, dass Bing bei den Suchergebnissen von Google "abschaut". Sie ahnen auch wie der vermeintliche Beweis dafür zustande gekommen sein könnte. Yusuf Mehdi, Vizepräsident der Microsoft Online-Services und Bing-Direktor Stefan Weitz vermuten dahinter einen "Click Fraud" Vorgang.

Mithilfe eines Tricks wollten Google-Mitarbeiter herausgefunden haben, dass Microsoft bei seiner Suchmaschine Bing auf Google-Ergebnisse zurückgreift. Um das zu beweisen, hatte man bei Google unsinnige Phrasen mit bestimmten Ergebnissen verknüpft - kurz danach wurden bei Microsofts Bing die selben Phrasen mit den gleichen Seiten assoziiert. Google sah hier die Bestätigung, dass Microsoft seine Bing-Suche gezielt mit Google-Ergebnissen abgleicht.

"Click Fraud"
Nun vermutet Bing-Direktor Stefan Weitz, wie Google den Vorgang gefälscht haben könnte. In einem Interview mit USA Today erklärte Weitz: "Google Mitarbeiter haben die unsinnige Phrase mittels der Bing-Toolbar über Google direkt gesucht." Durch die Nutzung der Toolbar und dem anschließenden Klicken auf die bei Google gefundenen Links, hat das Microsoft-System automatisch eine Verbindung der Phrasen mit den bestimmten Seiten aufgezeichnet. Dies sei laut Weitz ein normaler Vorgang, wie Bing Daten und Suchergebnisse generiere.

Dadurch, dass dies die einzigen Aufzeichnungen waren, die Bing über den gesuchten Begriff hatte, erschien die verknüpfte Seite auch auf Microsofts-Suchdienst bald an erster Stelle. Diese Art der Manipulation ist auch als "Click Fraud" bekannt.

Auf die Frage, ob sich Weitz nun mehr dieser "schmutzigen" Tricks von Google erwarte, entgegnete er, dass der Wettbewerb zwischen den Unternehmen grundsätzlich positiv sei. Nur so werden laut Weitz bestehende Produkte verbessert und die User bekommen schlussendlich ein gutes Produkt.

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(futurezone)