Samen, die in den USA angekommen sind

© via REUTERS / WSDA

Digital Life
09/06/2020

Mysteriöse Samen in der Post: Amazon beschränkt Verkauf

Der Online-Versandhändler schränkt den Verkauf ausländischer Pflanzensamen in den USA massiv ein.

Seit einigen Wochen sorgen mysteriöse Postsendungen in mehreren Ländern für Aufsehen. Zahlreiche Menschen erhalten Briefe und Pakete mit unbekannten Samen. Vor allem aus den USA gab es diesbezüglich mehrere Berichte, die Samen tauchten aber auch in anderen Ländern auf. So gab es entsprechende Meldungen aus Großbritannien sowie aus Deutschland. Die Sendungen stammen zumeist aus China, teilweise aber auch aus anderen Ländern.

Die Vorfälle haben den Online-Versandhändler Amazon nun dazu veranlasst, den Verkauf von Samen von ausländischen Verkäufern einzuschränken, wie Reuters berichtet. Künftig dürfen in den USA nur mehr Händler aus dem Inland Pflanzensamen verkaufen. Wer sich nicht daran hält, läuft in die Gefahr gesperrt zu werden. 

Brushing Scam

Hintergrund der mysteriösen Briefe und Pakete soll laut US-Behörden ein sogenannter “Brushing Scam” sein, wie das Wall Street Journal berichtet. Dabei werden von speziellen Agenturen massenhaft Bestellungen mit gestohlenen Online-Identitäten getätigt. 

Damit die Bestellungen bei der jeweiligen Plattform (wie etwa Amazon) als echt bewertet werden, muss tatsächlich irgendetwas ausgeliefert werden. In diesem Fall etwa Samen. Anschließend können positive Reviews des Shops oder der Produkte gepostet werden.

Seeds showing up in numerous US states appearing to have come from China

Gefahr

Pflanzensamen von nicht-heimischen Gattungen können im schlimmsten Fall das Ökosystem eines Gebiets durcheinanderbringen. Aus diesem Grund warnen Behörden überall davor, unbekannte Samen aus dem Ausland zu pflanzen. 

Auch könnten sich im Saatgut laut dem deutschen Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen (JKI) auch Krankheitserreger befinden, wie Pilze, Bakterien oder Viren, die in Europa als sogenannte Quarantäneschadorganismen eingestuft seien. Deren Einschleppung müsse demnach unbedingt verhindert werden. 

Das JKI empfiehlt aus diesem Grund, derartige Sendungen sicherheitshalber unbedingt im Hausmüll zu entsorgen.

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