Viel Energie wurde bei iOS 10 in die Verbesserung von iMessages gesteckt. Mehr Emojis, Animationen im Chat-Hintergrund, verschieden große Text-Blasen und schnelle Emoji-Antworten ("Tapback") sind das Resultat.
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Nazis und Pornos: Ärger um GIF-Suche in iMessage

Apple hat am Dienstag mit iOS 10 die neueste Version seines mobilen Betriebssystemes veröffentlicht. Vor allem der Messenger-Dienst iMessage bekam dabei zahlreiche neue Features spendiert, unter anderem einen eigenen App Store und eine GIF-Suche. Doch insbesondere letztes Feature bereitet Apple offenbar mehr Probleme als ursprünglich erwartet. So zeigt die Suche trotz zahlreicher Filter Szenen aus Hardcore-Pornos sowie beleidigende Bilder mit Nazi-Motiven an, auch bei scheinbar harmlosen Begriffen.

Nazis, Pornos und My-Little-Pony-Striptease

So führte die Suche nach dem englischen Begriff „huge“ (riesig) zu einem GIF „einer Frau, die an einem gut bestücktem Mann Oralsex ausübt“, so eine betroffene iPhone-Nutzerin gegenüber The Verge. Demnach habe ihre acht Jahre alte Tochter dieses GIF per Zufall gefunden, als sie ihr das Smartphone entriss. Bereits davor sorgte die Suche nach „Butt“ für Aufsehen, die zu einem Striptease-GIF mit einem Charakter der Zeichentrickserie „My Little Pony“ führte. Doch auch andere harmlose Suchbegriffe fördern fragwürdige GIFs zutage. So wird bei einer Suche nach „power“ ein GIF eines Power Rangers gezeigt, der vor einem Hakenkreuz steht, den Hitlergruß zeigt und unter dem „Heil Hitler“ angezeigt wird.

Apple gegen Pornografie

Die GIF-Suche wird von Microsofts Suchmaschine Bing durchgeführt, andere Plattformen wie Facebook und Twitter setzen hingegen auf die Plattform GIPHY. Laut Gizmodo war Apple im Laufe der Nacht eifrig und setzte zahlreiche neue Begriffe auf seine Filterliste, unter anderem neben den genannten auch „nipslip“, „shlong“ oder „futa“, eine Abkürzung für bestimmte japanische Pornografie. Ein offizielles Statement vonseiten Apples gibt es derzeit nicht, allerdings ist der US-Konzern relativ strikt, wenn es um Pornografie oder mögliche Nacktheit geht. So wurde beispielsweise 2013 die App der Foto-Plattform 500px entfernt, weil diese die Suche und das Veröffentlichen von Nacktbildern erlaubte.

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