Digital Life 17.05.2018

Nerd heizt Badewanne mit Bitcoin-Schürfgerät: zu heiß

© Bild: Imgur/gta3uzi

Ein findiger Bastler hat beschlossen, seine Badewanne mit seinem Bitcoinschürfsystem zu heizen.

 Der Besitzer des Reddit-Accounts "gta3uzi" hat online dokumentiert, wie er versucht hat, sein Badewasser mit seinem Bitcoinminingsystem zu heizen, wie motherboard berichtet. Der Cryptowährungsenthusiast besitzt ein System, das mehrere spezialisierte Recheneinheiten (ASICs -Application Specific Integrated Circuits) nutzt, um Kryptogeld zu schürfen. Dabei entsteht eine Menge Abwärme. Diesen Umstand hat gta3uzi genutzt, um seine Badewanne zu heizen.

Improvisation

Er hat ein einfaches Konstrukt geschaffen, das Luft zur Kühlung seiner Hardware ansaugt. Die erwärmte Luft wird dann durch einen Wärmetauscher geschickt, durch den eine Pumpe ständig das Wasser aus der Badewanne schickt. So überträgt sich die Wärme aufs Wasser und mit der Zeit wird das gesamte Badewasser erhitzt. Allerdings hat der Tüftler die Hitzeentwicklung unterschätzt: "Es war ein Bißchen zu effektiv, wenn ich das System den ganzen Tag laufen ließ. Die Temperatur des Wassers erreichte 50 Grad Celsius. Das ist gefährlich, weil ich Haustiere habe, die in die heiße Wanne fallen könnten."

Aus diesem Grund hat er seine Bitcoin-Heizung wieder demontiert. Geschlagen gibt er sich aber noch nicht. Durch die Nutzung der Abwärme könnte er seinen Profit beim Bitcoinschürfen nämlich deutlich steigern, durch eingesparte Stromkosten: "Es macht außerdem Spaß. Ich tüftle gerne an neuen Anwendungen für die Nutzung der Abwärme und an der Regulierung der Temperatur meiner ASICs. Allerdings habe ich weder den Platz noch die Ressourcen, um mehr als einen kleinen Prototyp zu bauen."

( futurezone ) Erstellt am 17.05.2018