Digital Life
24.12.2015

Netflix-Streaming in Österreich am langsamsten

Einmal mehr schlecht haben die österreichischen Provider beim Geschwindigkeitsranking von Netflix abgeschnitten. Österreich fiel im November auf den letzten Platz zurück.

Langsam, langsamer, am langsamsten. Österreichische Netflix-Kunden haben beim Streaming derzeit keinen Grund zur Freude. Der monatlichen Netflix-Statistik zufolge fiel Österreich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 3,01 Mbit/s mittlerweile auch hinter das bisherige Schlusslicht Irland zurück. Auffallend an der Statistik: Während praktisch alle anderen Länder stagnierende bzw. leicht steigende Bitraten vorweisen können, stürzte Österreich in den vergangenen zwei Monaten vom schlechten Mittelfeld regelrecht ab.

A1 weiterhin weit abgeschlagen

Für das schlechte Durchschnittsranking hauptverantwortlich ist A1, das in der aktuellen Statistik nur mehr auf 2,1 Mbit/s kommt und der mit Abstand schlechteste Provider in puncto Geschwindigkeit ist. Netflix selber gibt zu, dass die Statistik nicht repräsentativ für die Gesamtperformance eines Netzes ist. Es werden die Übertragungsraten zu Stoßzeiten aufgezeichnet, außerdem werden mobile Datenverbindungen nicht berücksichtigt. Nicht nachvollziehbar ist auch, ob die für Österreich angesteuerten Netflix-Server die Geschwindigkeit drücken, bzw. ob die in Österreich verwendeten Endgeräte bremsen.

Bei den Providern A1 und UPC wird die Statistikals nicht repräsentativ abgetan.Da Österreich eine vergleichsweise hohe Anzahl an Kunden mobilen Internets hat, die durch entsprechende LTE-Angebote teilweise bessere Durchgangsraten als Festnetzinternet erzielen, wäre es interessant, wenn diese Zugänge ebenfalls ausgewiesen werden. Die schlechten Bitraten verwundern insgesamt allerdings nicht, klagen viele User - gerade im ländlichen Raum - immer wieder über stagnierend schlechte Bitraten beim Festnetz-Internet.