© Caroo / Renault Communications

Digital Life

Neuer Carsharing-Anbieter in Wien setzt auf E-Auto-Flotte

"Innerhalb eines Jahres nach Start soll eine Flotte an 50 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen unseren Kunden zur Verfügung stehen", sagt Nico Prugger, CEO von Caroo im Gespräch mit der futurezone. Derzeit sammelt das Start-up Caroo noch Geld über eine Crowdfunding-Kampagne. Je nachdem wie viel Geld dabei zusammenkommt, wird das Ausmaß der Flotte ausfallen.

Auch der genaue Zeitplan hängt noch davon ab, wie viel Geld die Schwarmfinanzierung, bei der man übrigens auch mittels Bitcoin einsteigen kann, einspielt. Gestartet wird jedenfalls noch in den Sommermonaten mit zehn bis 15 E-Fahrzeugen in einer geschlossenen Beta-Phase, so Prugger.

100.000 Euro müssen eingesammelt werden, damit das Projekt ohne Probleme finanziert werden kann. "Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, werden wir Gespräche mit Investoren neu aufnehmen und möglicherweise eine andere Art der Finanzierung wählen", sagt Prugger zur . Auch eine Förderung von klimaaktiv soll bei der Finanzierung helfen. Derzeit hat Caroo 16.000 Euro eingesammelt.

Bei den Fahrzeugen will Caroo auf Renault setzen, hauptsächlich auf den Renault Zoe. Als Alternative sollen auch der Zweisitzer Renault Twizy sowie der Renault-Transporter Kangoo Z.E. angeboten werden. Da keine Kooperation mit Renault besteht, könnten in Zukunft auch E-Fahrzeuge anderer Hersteller dazukommen. Durch eine Kooperation mit Wien Energie soll die Ladeinfrastruktur für den Caroo-Fuhrpark sichergestellt werden.

Harte Konkurrenz

Mit car2go von Daimler und DriveNow von BMW ist die Konkurrenz für Caroo in Wien erheblich. Beide Anbieter verfügen in Wien über jeweils 700 Fahrzeuge. Car2go zählt 138.000 Kunden, DriveNow 88.000. Daimler und BMW haben angekündigt, ihre jeweiligen Carsharing-Angebote zusammenlegen zu wollen. Derzeit verhandeln die Wettbewerbshüter gerade über die Bedingungen einer Fusion der Carsharing-Dienste in einem Joint Venture.

Der Anbieter Stadtauto hat vor einigen Monaten ebenso angekündigt, ein Carsharing-Service mit Elektroautos beziehungsweise Hybrid-Fahrzeugen in Wien aufzubauen. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern setzt Stadtauto auf fixe Stellplätze. Dabei nutzt Stadtauto die ehemaligen Stellplätze von Zipcar. Der Carsharing-Anbieter zog sich vergangenes Jahr aus dem Markt zurück. Seit der Ankündigung im Oktober vergangen Jahres ist es allerdings recht ruhig geworden - zumindest auf den Social-Media-Kanälen. Der letzte Eintrag auf der Facebook-Seite von Stadtauto wurde am 1. Februar gepostet.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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