Digital Life
30.06.2016

NRA lässt Tausende Websites offline nehmen

Eine Parodie von The Yes Men hat dazu geführt, dass 38.000 Websites des Webpublishers Surge auf Verlangen der National Rifle Association (NRA) offline genommen wurden.

In einem Video kündigten die Aktionisten von The Yes Men (futurezone-Interview) vor einigen Tagen eine Initiative der US-Waffenlobbyisten von der National Rifle Association (NRA) an, die es auch verarmten Bürgern ermöglichen soll, sich mit Schusswaffen einzudecken.

Systemische Armut und „dumme“ Gesetze würden die Armen daran hindern, „lebensrettende“ Waffen zu nutzen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Die NRA trete dem gemeinsam mit dem Waffenhersteller Smith & Wesson entgegen, heißt es in dem Video, das auf YouTube abgerufen werden kann:

Die NRA fand den Clip und die dazu gehörige Kampagne auf der Website Sharethesafety.org überhaupt nicht lustig und verlangte vom Cloud-Anbieter Digitalocean die Aktion vom Netz zu nehmen, berichtete Motherboard. Die Forderung führte offenbar dazu, dass sämtliche mit Surge erstellte Websites von dem Anbieter auch tatsächlich offline gesetzt wurden.

Allerdings nur vorübergehend. Der Einschüchterungsversuch der NRA, der sich auf das Markenrecht berief, erwies sich als haltlos. Mittlerweile sind die mit Surge erstellten Seiten, darunter auch die Yes-Men-Kampagne, wieder online.