Webcam als Sicherheitsrisiko

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Abzocke
01/27/2015

Oberösterreicher mit Sex-Videos übers Internet erpresst

Die Polizei warnt vor der neuen Masche, die Erpresser forderten meist 2.500 beziehungsweise 8.000 Euro.

Die oberösterreichische Polizei warnt vor einer Sex-Erpressermasche im Internet, der zuletzt zwei Männer zum Opfer gefallen sind. Sie schickten einer Online-Bekanntschaft einschlägige Videos von sich selbst. Daraufhin wurden ihnen Forderungen in der Höhe von 2.500 bzw. 8.000 Euro übermittelt, um die Veröffentlichung zu verhindern, teilte die Pressestelle Dienstagnachmittag in einer Aussendung mit.

Nackt vor Webcam

Die Männer hatten - unabhängig voneinander - über eine Single-Börse eine Frau kennengelernt. Sie schrieben längere Zeit mit ihr, dann posierte sie nackt vor der Webcam. Schließlich forderte sie ihre Opfer auf, es ihr gleichzutun und an sich selbst sexuelle Handlungen vorzunehmen. Die zwei kamen dem nach und erhielten prompt eine Mitteilung, dass das Bildmaterial gepostet werde, wenn sie nicht mehrere tausend Euro überweisen würden.

Sie bezahlten nicht, sondern erstatteten Anzeige. Die Videos fanden tatsächlich den Weg in ein Soziales Netzwerk bzw. auf eine Internet-Plattform, wurden aber mittlerweile gelöscht. Laut Polizei ist nicht klar, ob es sich bei der Erpresserin wirklich um eine Frau handelt. Die Nacktbilder der Webcam könnten auch eingespielt worden sein. In jedem Fall warnt die Exekutive davor, Aufforderungen, sich selbst nackt oder bei sexuellen Handlungen zu filmen und das Material zu versenden, nachzukommen.