Digital Life
08.07.2014

Österreicher surfen am liebsten am Laptop

Laut einer Studie von Google nimmt die Verbreitung von Tablets und Smartphones in Österreich zwar zu, am beliebtesten sind aber immer noch Notebooks.

Die Österreicher sind vermehrt im Internet unterwegs, wie nun auch neue Zahlen einer repräsentativen Studie zeigen. Demnach besitzt der durchschnittliche Österreicher bereits 2,6 Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. 2012 lag diese Zahl noch bei 2. Trotz Smartphone- und Tablet-Boom ist das beliebteste Gerät der Österreicher nach wie vor der Laptop. 62 Prozent der Gesamtbevölkerung nutzen einen tragbaren Computer, auf einen Desktop-PC greifen 41 Prozent zurück.

Ein Smartphone benutzen 56 Prozent, Tablets 22 Prozent. Besonders beliebt sind Tablets bei 35- bis 44-Jährigen, 36 Prozent in dieser Altersgruppe benutzen ein Touchscreen-Gerät. Bei Smartphones sind die 16- bis 24-Jährigen anteilsmäßig mit 88 Prozent die größte Gruppe. Im Internationalen Vergleich liegt Österreich bei der Verbreitung von Smartphones und Tablets im Mittelfeld. Besonders die skandinavischen Länder weisen hier eine höhere Verbreitung auf.

Der Untersuchung zufolge sind 81 Prozent aller Österreicher ab 16 Jahren online. Bei den 16- bis 34-Jährigen sind es fast 100 Prozent. Je älter die Menschen, desto kleiner wird diese Rate. Bei den über 65-Jährigen sind es nur mehr knapp die Hälfte, die das Internet nutzen.

Global Connected Customer Studie

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Google Studie

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Google als Antriebsmotor

Weltweit nutzen derzeit rund 2,2 Milliarden Menschen das Internet. Bis 2020 soll sich dieser Wert verdoppeln. Eine zentrale Rolle dabei will Google spielen. Konzentrieren will man sich dabei auf die Verbreitung über Mobilgeräte, wie Matt Brittin, Googles Vice President für Nord- und Zentraleuropa, im Gespräch mit der futurezone erklärt.

“Die alte Welt war ein großer Desktop-Rechner. Diese Zeiten sind vorbei. Ich will mithelfen, das Internet in die Taschen von fünf Millionen Menschen zu bringen”, so Brittin. Das größte Wachstumspotential liegt in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Smartphones könnten das Leben der Menschen laut Brittin auch dort vereinfachen. Eines der größten Probleme sei aber, einen Zugang dazu zu verschaffen. Über Projekte wie Google Loon experimentiert der Suchmaschinenkonzern auch auf diesem Feld.

Konkurrenz führt zu Innovation

Den fortwährende Konkurrenzkampf mit Apple sieht Brittin positiv. "Das treibt Innovation an", so Brittin. Die Auswirkungen spürt man auch bei den Konkurrenzprodukten. "Apple wird offener und das ist letztenendes auch für die Konsumenten gut", so Brittin. Zuletzt hat der Konzern mit iOS 8 sein eher geschlossenes Smartphone-Betriebssystem so angepasst, dass Apps durch neue Programmierschnittstellen nun mehr Zugriff und Möglichkeiten haben. Das ermöglicht Entwicklern neue App-Ideen umzusetzen.

Mit Google sprechen

Einer von Googles Fokuspunkten liegt unter anderem auf der Sprachsuche. Schon jetzt sind laut Brittin eine von fünf Suchanfragen über Mobilgeräte sprachbasiert. Die Google-Suche unter Android wurde bereits so ausgebaut, dass sie Fragen zum Wetter oder zu Sehenswürdigkeiten direkt beantworten kann. In der englischen Version kann man etwa auch weiterführende Fragen stellen, die sich darauf beziehen, was man zuvor wissen wollte. “Das Ziel ist, dass Menschen Konversationen mit Google führen”, so Brittin. Auf die Frage, ob es Vielen in der Öffentlichkeit nicht unangenehm sei, mit ihrem Handy zu sprechen, entgegnet Brittin: "Man wird sich daran gewöhnen".

Das Smartphone soll laut dem Konzern aber nicht nur der Kommunikation diesen. Über Projekte wie Google Wallet will man es etwa auch als Zahlungsmittel einsetzen. “In den nächsten zehn Jahren könnte Geld verschwinden und wir könnte alle nur noch mit dem Handy bezahlen”, so Brittin.

Europa als schwieriger Markt

Dass gerade US-Unternehmen die Vorherrschaft im IT- und dort speziell am Mobile-Sektor haben, liege laut Brittin nicht an der fehlenden Kompetenz der Europäer. "Es liegt nicht an den Fähigkeiten der Europäer, wir haben großartige Techniker", so Brittin. Der Grund liege mehr in den nationalstaatlichen Gegebenheiten: "Ein kleines Unternehmen von der US-Westküste hat die ganze Vereinigten Staaten mit 320 Millionen Einwohner als möglichen Markt." In Österreich seien es gerade einmal acht Millionen, ohne, dass man über Grenzen hinweg gehen muss. Kleine Start-ups sollen sich dennoch nicht entmutigen lassen. "Es gibt großartige Erfolgsgeschichten aus Europa wie etwa Runtastic. Ich ermutige alle Unternehmen, über die Möglichkeiten einer vernetzen mobilen Welt nachzudenken."