Sex
09/20/2011

PETA: Tierschützer starten Porno-Seite

Der Verein will mit Nacktbildern auf sein neues XXX-Angebot locken und dort dann mit grausamen Tierbildern schocken. Mit dieser Methode soll eine neue Zielgruppe über Tiermisshandlungen aufgeklärt und zum Veganertum bekehrt werden - eine Kampagne, die schon im Vorfeld heftige Kritik erntet.

Der Tierschutzverein PETA ist immer für einen kleinen Skandal gut. Seit Jahren sorgt er mit erotischen Bildern von Film- und Musikstars, die mit Tieren posieren, für Aufregung. Nun schalten die People for the Ethical Treatment of Animals einen Gang höher: Anstatt ein wenig nackter Haut und lasziver Posen, geht es künftig richtig zur Sache. Der Verein will eine Webseite mit eindeutig pornografischem Material starten, wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet.

Die Idee dahinter ist ungewöhnlich, aber nicht unlogisch: Durch das XXX-Angebot will man laut einer PETA-Sprecherin Leute erreichen, die sich bislang nicht für Tierschutz interessiert haben. Das freizügige Material dient dabei als Lockmittel, auf der Seite selbst wird neben Erotik nämlich auch über Misshandlungen an Tieren – visuell mit schockierenden Bildern - aufgeklärt.

Start im Dezember als xxx-Domain
PETA hat für die Webseite eine .xxx-Domain beantragt und will im Dezember mit dem Portal starten. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Verknüpfungen mit der US-Pornoindustrie. So warben unter anderem die Darsteller Sasha Grey, Ron Jeremy und Jenna Jameson für die Organisation.

Mit der neuen Kampagne werden abermals jene Stimmen laut, die PETA wegen Sexismus kritisieren. Tierschutz passiere auf Kosten der Rechte von Frauen, die Kampagnen seien effekthascherisch und Frauen-verachtend, lauten die Vorwürfe.