Pioneers Festival in Vienna

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Österreich
11/16/2012

Pioneers: Wien glänzt als Start-up-Hauptstadt

Berlin, London - und Wien. Die österreichische Hauptstadt etabliert sich in den Augen vieler Internet-Unternehmer und Investoren zunehmend als Hub für mitteleuropäische Start-ups. Das "Pioneers Festival", das diese Woche in der Hofburg über die Bühne ging, trug dem Rechnung und will die Hightech-Branche dazu anspornen, Europa aus der Krise zu reißen. Bis die "Silicon Alps" Realität sind, gilt es aber noch einige Hürden zu nehmen.

von Jakob Steinschaden

"Ich denke, dass sich Wien bereits als Start-up-Zentrum für Mitteleuropa etabliert hat." Die prominente Internet-Investorin Ester Dyson sparte am Pioneers Festival, das diese Woche in der Wiener Hofburg über die Bühne ging, nicht mit Lob. Das große Ziel der Veranstaltung, Wien weiter als europäische Hauptstadt für Internet- und Hightech-Entwicklungen zu etablieren, scheint gelungen. "Wien hat mich wirklich beeindruckt", so Dyson zur futurezone.

"Europaweite Bewegung"
Mehr als 2500 Besucher aus der ganzen Welt, darunter hunderte junge Internet-Unternehmer mit neuen Online-Diensten und Dutzende potenzielle Geldgeber für diese Ideen, konnten vom Pioneers Festival nach Wien gelockt werden. Dabei ging es den Veranstaltern aber nicht nur darum, die Start-ups, wie Jungfirmen im Hightech-Bereich gemeinhin genannt werden, abzufeiern, sondern auch, europäisch zu denken.

"Die Jungen haben nicht nur keine Jobs, sondern auch keine Visionen", sagt Andreas Tschas vom Veranstalter-Team STARTeurope mit Verweis auf die hohen Jugendarbeitslosigkeitraten in Griechenland und Spanien. Web-Firmen könnten neue Jobs schaffen und die Wirtschaft wieder ankurbeln. "Wir wollen eine europaweite Bewegung starten, die die nächsten Pioniere hervorbringt."

Pioneers Festival

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Siri-Gründer Adam Cheyer

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Szene-Stars spornen an
Mut zum Firmengründen bekamen die Gäste des Pioneers Festivals von Stargast Adam Cheyer zugesprochen: "Eine kleine Start-up-Firma kann die Welt verändern", sagte der US-Unternehmer, der seine Sprachsteuerung "Siri" 2010 um 200 Millionen Dollar an den iPhone-Hersteller Apple verkaufte. Wichtig sei aber das Timing. "Die erste Version von Siri gab es schon vor 19 Jahren, aber damals war es zu früh, um Siri auf den Markt zu bringen", so Cheyer zur futurezone. Seine Technologie würde erst mit Smartphones und schnellem mobilem Internet Sinn machen.

Dass es dann doch nicht ganz so leicht ist, den nächsten IT-Riesen von Österreich aus aufzuziehen, zeigt eine aktuelle Studie. Dem „Austrian Start-up Report 2012“ zufolge fehle hierzulande vor allem Mut zum Risiko. Man habe zwar innerhalb der Gründerszene durchaus Risikofreude entwickelt, doch in der Bevölkerung oder der Politik sei davon noch wenig zu spüren, heißt es in dem Report. Zudem fehlt es insbesondere an größeren Finanzierungsrunden, um Firmen zu einer Größe aufpumpen zu können, die international wettbewerbsfähig sind.

Wien als App-Stadt
Verbesserungen gibt es aber dennoch. „Vor allem in den Bereichen Web und Mobile floriert die Start-up-Szene in Österreich“, sagt Studienleiter Thomas Funke von der Wirtschaftsuniversität Wien. Für die Zukunft sei es vor allem wichtig, alternative Investitionsmöglichkeiten in Österreich zu etablieren, ebenso müssten Steuervorteile für private Risikoinvestments umgesetzt werden.

Potenzielle Geldgeber haben es in Mitteleuropa aber nicht gerade leicht. "Unter 50 Start-ups-Ideen sind sicher 40, die es in sehr ähnlicher Form schon in den USA gibt", sagt der Wiener Internet-Investor Oliver Holle, der mit seiner Firma SpeedInvest rund fünf Millionen Euro in mitteleuropäische Internet-Firmen gepumpt hat, zur futurezone. Seine schwere Aufgabe als Risikokapitalgeber: Jene Rosinen im Kuchen finden, die später einmal Geld abwerfen.

Das Hauptbild des Artikels wurde freundlicherweise von Heisenberg Media zur Verfügung gestellt.

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