Digital Life
21.03.2017

Polizei kauft falsche Office-Lizenzen für 3 Millionen Euro

Die niederländische Polizei hat versehentlich die falschen Lizenzen für Microsoft Office gekauft. Nun bleibt man auf den Kosten von fast drei Millionen Euro sitzen.

Die niederländische Polizei hat bereits 2008 versehentlich insgesamt 13.656 Lizenzen für eine Home-Version von Microsoft Office erworben. Die Kosten für die eigentlich unerwünschte Bestellung betrugen 2.961.029,11 Euro - eine stolze Summe, die man per Gerichtsverfahren von Microsoft zurückverlangte. Das Gericht in Den Haag entschied nun aber, dass die Polizei auf diesen Kosten sitzen bleiben muss.

So habe Microsoft keinerlei Verpflichtungen, die zum Großteil nicht eingelösten Lizenzen zurückzunehmen. Demnach habe Microsoft lediglich das Recht zur Nutzung verkauft - ob die Software letzten Endes verwendet werde oder nicht, sei irrelevant. Die Polizei will keine Berufung einlegen, die Gerichtskosten von 10.000 Euro müsse man selbst tragen.

Bereits zweite falsche Bestellung

Der Vorfall scheint nicht der Erste dieser Art zu sein: Bereits 2005 kaufte man offenbar versehentlich die falschen Lizenzen für rund 765.000 Euro. Microsoft zeigte sich kooperativ und hob den Kaufvertrag auf. Bereits damals warnte man jedoch, dass es sich um ein einmaliges Entgegenkommen handle, da „es keine rechtliche Basis für die von der Polizei verlangte Maßnahme gibt“. Laut der Polizei sei ein weiterer Vorfall dieser Art aber nicht mehr möglich, da man intern entsprechende Maßnahmen getroffen habe.