Digital Life
27.09.2016

Privates Netflix auf Amazon-Servern für Plex-Nutzer

Die Medienserver-Software "Plex" bietet Nutzern bald die Möglichkeit, ihre Mediendateien in Amazons Cloud zu speichern, um ihren privaten Online-Streamingdienst zu kreieren.

Mit Plex werden üblicherweise lokale Mediendateien über WLAN an den Bildschirm der Wahl übertragen. Jetzt bietet die Software auch die Möglichkeit, Inhalte in die Cloud zu laden und überall über die Internetverbindung zu streamen, wie arstechnica berichtet. "Plex Cloud eliminiert die Notwendigkeit, einen privaten Medienserver betreiben zu müssen. Jetzt kann sich Amazon um unwillkommene Überraschungen wie Stromausfälle und Datenverlust kümmern", heißt es in der Ankündigung.

Beta-Test

Noch kann Plex Cloud nicht genutzt werden, die Anmeldeliste für den Beta-Test ist aber schon verfügbar. Um Plex Cloud zu nutzen, muss ein kostenpflichtiger Plex Pass vorhanden sein. Der kostet 4,99 Euro im Monat, 29,99 Euro im Jahr oder 149,99 Euro für "lebenslange Nutzung". Streaming im Heimnetzwerk vom eigenen Server bleibt auch mit der kostenlosen Version möglich. Wer über die Cloud streamen will, braucht auch ausreichend Speicherplatz in Amazons Wolke.

Eine Prime-Mitgliedschaft bringt fünf Gigabyte, damit lassen sich im Streaming aber keine großen Sprünge machen. Für 70 Euro pro Jahr gibt es unbegrenzten Speicherplatz. Alle Inhalte, die in die Cloud geladen werden, stehen dann überall zur Verfügung, wo es eine Verbindung zum Internet gibt. Die Sammlung auf Amazons Servern existiert dabei unabhängig von der lokalen Plex-Bibliothek. Unterstützung für andere Cloud-Anbieter, eine Videorekorderfunktion und eine Offline-Synchronisation sind derzeit nicht vorhanden.