Digital Life
08.05.2016

Professor wegen Mathe-Gleichung als Terrorist verdächtigt

Ein Ivy League-Ökonom wurde aus einem Flugzeug entfernt, weil eine Passagierin seine mathematischen Gleichungen fehlinterpretiert hatte und glaubte, er sei Terrorist.

Von diesen Vorfällen gibt es in Tagen wie diesen immer mehr: Weil er lieber „kryptische Nachrichten“ in seinen Block schrieb als mit seiner Sitznachbarin im Flugzeug zu sprechen, rief diese die Stewardess und sagte, sie sei „krank“ und wolle aus dem Flugzeug aussteigen. Draußen gab sie zu, nicht krank zu sein, sondern dass sie Angst habe, neben einem Terroristen zu sitzen, weil der Mann „kryptische Zeichen“ in seinem Notizblock niedergeschrieben habe.

Der Mann, ein Professor an der University of Pennsylvania, wurde dann aus dem Flugzeug eskortiert. Ebenfalls draußen konnte die Verwirrung allerdings rasch aufgeklärt werden: Seine kryptischen Notizen waren mathematische Kalkulationen für ein Menü und bestand unter anderem aus Differentialgleichungen.

Massive Flugverspätung

Nachdem das geklärt war, durfte der Mann zurück an Bord und das Flugzeug hob mit einer mehr als zweistündigen Verspätung ab – bei einem Flug, der nur 40 Minuten dauern sollte, eine mehr als deftige Verzögerung. Das American Airlines Flugzeug sollte von Philadelphia nach Syracuse fliegen.

Der Uni-Professor gab laut "Mashable" an, dass die Befragung durch das Personal sehr „respektvoll“ abgelaufen und er fair behandelt worden sei. Auf Facebook fragte er sich dann: „Wie kann man eine Epidemie von Paranoia verhindern? Es ist hart, zu glauben, dass dieser Ethos nicht in Donald Trumps Wählern verankert ist.“