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Kultur Projekt Ingeborg gestartet: Per NFC zum E-Book.

Foto: Projekt Ingeborg
Insgesamt 70 Klassiker der Literatur können Smartphone-Besitzer ab Dienstag in ganz Klagenfurt herunterladen. Per NFC oder QR-Code finden sich an den unterschiedlichsten Orten die Sticker des Projekts Ingeborg. In Zukunft soll die Infrastruktur auch für andere Künstler zugänglich gemacht werden.

70 auffallende Sticker laden ab morgen, Dienstag, in ganz Klagenfurt zum Download von E-Books ein. 50 davon befinden sich an Bushaltestellen der STW Mobilität. Um sich ein Buch herunterzuladen, hält der Nutzer lediglich sein NFC-fähiges Smartphone auf den gelben Sticker oder fotografiert den darauf befindlichen QR-Code. Geboten werden in der Startphase 70 Klassiker der Literatur, deren Urheberrecht bereits abgelaufen ist. Die Standorte der Sticker sind auf der Webseite des Projekts zu finden, allerdings wird dort nicht verraten, welche Bücher sich dahinter verbergen.

Die Werke haben vielfach einen Bezug zum jeweiligen Ort. So findet sich Arthur Schnitzlers „Der Mörder" in der Nähe der Bundespolizeidirektion, Hugo von Hofmannsthals „Jedermann" am Dom oder Shakespears „Sommernachtstraum" beim Strandbad. Wie in jeder Bibliothek gibt es auch beim Projekt Ingeborg nicht nur Belletristik. Am Kreuzbergl kann man sich Michael Edmunds „Führer für Pilzfreunde" aus dem Jahr 1917 herunterladen. In der Nähe des Planetariums erlebt man Abschätzungen über die Auswirkungen eines Kometenabsturzes des 1842 verstorbenen August Gelpkes.

Projekt Ingeborg
Foto: Projekt Ingeborg

Infrastruktur soll zur Verfügung gestellt werden
Ab August stellt Projekt Ingeborg seine Infrastruktur jungen Autorinnen und Autoren sowie Nachwuchsbands sowie anderen Kreativen zur Verfügung. Sie können so Texte oder MP3-„Demotapes" zu Promotionzwecken in ganz Klagenfurt verteilen. Die Laufzeit von pingeb.org ist vorerst auf ein Jahr begrenzt. Tests zeigten, dass man sich um die Haltbarkeit der verwendeten NFC-Tags und Sticker auch im Winter keine Sorgen machen muss.

Hinter dem Pingeb.org stehen der freie Journalist Georg Holzer und der Softwareentwickler Bruno Hautzenberger, die das Projekt kompett aus Eigenmitteln finanziert haben. Subventionen oder Spenden seien kein Bestandteil des Budgets und es gebe auch für die Zukunft auch keinerlei kommerzielle Interessen.

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(futurezone) Erstellt am 02.07.2012, 13:00

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