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Digital Life
12/18/2019

Putin nutzt offenbar immer noch Windows XP

Das veraltete Microsoft-Betriebssystem wird seit 2014 nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt.

Offiziell ist der Support für Windows XP bereits im April 2014 ausgelaufen. Wie vom Kreml veröffentlichte Bilder zeigen, scheint das den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht zu stören. Fotos auf denen Putin in seinem Büro im Kreml und seiner Residenz in Novo-Ogaryovo vor einem Computer zu sehen ist, deuten darauf hin das auf dem Rechner das veraltete Microsoft-Betriebssystem läuft , berichtet der Guardian. Als Desktop-Hintergrund scheinen die Türme des Moskauer Kreml auf.

Keine Freigabe für neuere Systeme

Das 2001 veröffentlichte Betriebssystem war das letzte Microsoft-Betriebssystem, das für die Nutzung auf Rechnern der russischen Regierung zugelassen wurde. Das jüngste Microsoft-Betriebssystem ist laut der russischen Nachrichtenseite Open Media nur für Geräte freigegeben, die keine Staatsgeheimnisse enthalten. Ein Sprecher der russischen Internetbehörde soll laut Open Media auch bestätigt haben, dass auf dem auf den Fotos zu sehenden Rechnern   Windows XP installiert ist.

Kaum Internet-Nutzung

Unklar ist, wie groß das Sicherheitsrisiko für den Kreml durch Putins Nutzung des veralteten Systems ist und ob die Rechner zusätzliche abgesichert wurden. Dem russischen Präsidenten wird nachgesagt, das Internet kaum nutzen. Er hat es auch schon als „CIA-Projekt“ bezeichnet. Aus dem Kreml wollte man das laut dem Guardian nicht kommentieren.

Kontrolle über Technologie

Die russischen Behörden sind gerade dabei sich von US-Software zu trennen. Zum Einsatz kommen soll die russische Linux-Distribution Astra und russische Browser wie Yandex. Das Land will auch zunehmend Kontrolle über Internet-Technologie erlangen. Zuletzt trat ein umstrittenes Gesetz in Kraft, mit dem die Regierung ein „souveränes“ russisches Internet schaffen will, das auch ohne ausländische Server funktioniert.