Digital Life
15.11.2016

Riesiges Erdloch in Fukuoka in nur einer Woche repariert

Vor einer Woche tat sich mitten in der japanischen Stadt Fukuoka die Erde zu einem 30 Meter breiten und 15 Meter tiefen Loch auf. Heute sieht man bereits nichts mehr davon.

Die Bilder einer Straße in der japanischen Stadt Fukuoka, in der sich plötzlich ein riesiges Loch aufgetan hatte, gingen vor einer Woche um die Welt. Bauarbeiten an einer U-Bahnlinie hatten den Einsturz der Straße und des darunter liegenden Erdreichs verursacht. Aus den Wänden der entstandenen 30 Meter breiten und 15 Meter tiefen Grube hingen Kabel und gebrochenen Kanalrohre, während sich am Grund Wasser sammelte. Eine Woche später sieht man nichts mehr davon.

Wiedereröffnung

Wie Japan Times berichtet, wurde die betroffene Straße in Fukuoka am Dienstag wieder für den Verkehr geöffnet. An der Wiederherstellung der ursprünglichen Situation wurde bis dahin rund um die Uhr gearbeitet. Die Senkgrube wurde mit einem speziellen Material gefüllt, das selbst im Wasser aushärtet. Das Loch wurde zunächst bis auf eine Tiefe von drei Meter aufgefüllt, um Arbeitern Platz für die Reparatur von Kanal, Strom- und Telekommunikationskabeln zu bieten. Danach wurde der Rest aufgefüllt und die Straße asphaltiert.

Evakuierung aufgehoben

Laut Soichiro Takashima, dem Bürgermeister von Fukuoka, ist der Boden an der Stelle des Erdlochs nun 30 mal stärker als zuvor. Die Stadtregierung entschuldigte sich bei den 800 Haushalten, die durch das Unglück von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten waren. Mit der Wiedereröffnung des Straßenabschnittes wurden auch die Evakuierungsverordnungen für die Gebäude neben dem Loch aufgehoben.

Überraschte Bevölkerung

Obwohl außer Frage steht, dass U-Bahn-Bauarbeiten für den Einsturz verantwortlich waren, wird noch nach den genauen Ursachen gesucht. Die Bevölkerung zeigt sich jedenfalls erleichtert über die schnelle Reparatur und ist auch ein wenig überrascht. "Ich dachte, das wird mindestens ein Monat dauern", meint ein Taxifahrer. Die japanische Webseite NHK hat die Reparaturarbeiten mit einer Webcam live verfolgt.