Digital Life
27.03.2014

Runtastic 5.0: Neues Design zum 70-millionsten Download

70 Millionen Mal wurde die App Runtastic bereits heruntergeladen und jede Sekunde kommt ein Download dazu. Im Juni kommt Hardware - aber kein Fitnessband.

Florian Gschwandtner hatte einen dichtgedrängten Terminkalender, als er in der vergangenen Woche für zwei Tage in San Francisco Station machte - Google und Apple standen genauso auf der To-Do-Liste wie Facebook oder das Technologie-Portal Techcrunch. „Es ist das größte Update unserer Firmengeschichte“, sagt der Runtastic-Gründer im futurezone-Interview. Im Vorjahr hat er den Mehrheitsanteil seines Unternehmens an den deutschen Axel Springer-Verlag verkauft.

Download-Rekord

70 Millionen Mal wurden die Apps bis dato heruntergeladen, 30 Millionen Nutzer sind registriert. Und damit hat Gschwandtner nicht genug. „Wenn man Nummer 1 bleiben will, muss man immer vorne dabei sein, daher haben wir uns ans neue iOS 7 angelehnt und einiges am User-Interface geändert. So kann der Nutzer nun Bildschirm- und Navigationsoptionen an seine persönlichen Präferenzen anpassen.“ Basis dieser Änderungen seien aber nicht nur die neuen Betriebssysteme gewesen, sondern es wurden in den vergangenen zwölf Monaten auch das Feedback der User und von Experten integriert.

Die neue Runtastic App

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Runtastic

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Runtastic 5.0

Das Design ist völlig überarbeitet worden, aus Sicht von Florian Gschwandtner verbessert – „die App lässt sich leichter bedienen, bestehende Funktionen wurden integriert und neue hinzugefügt.“ So etwa eine Hydrations-Funktion. Die App errechnet nun, wie viel Flüssigkeit man nach dem Sport zu sich nehmen muss. Basierend auf den persönlichen Daten sowie den Aktivitäts-Details oder lokalen Wetterbedingungen liefert die App Trinkvorschläge. „Bei einer Fitness- und Health-App geht es nicht nur mehr um das simple Erfassen von Sportdaten, sondern wir wollen unseren Nutzern auf Basis der erfassten Infos und Daten konkrete Tipps geben“, so Gschwandtner.

Neue Funktionen für Gratis-Version

Auch die derzeit 40 Millionen Nutzer der Runtastic-Gratis-App können sich freuen, da einige Funktionen, die es bisher nur in der Bezahlversion gab, auch in der Free-Version enthalten sind, wie etwa der Music Player oder das LIVE Tracking & Cheering. Und für Android sind mit Version 5.0 erstmals auch Trainingspläne möglich.

USA-Expansion

Eines der großen Vorhaben für Gschwandtner ist, in den USA zu expandieren. Runtastic ist zwar mit einem Mann in San Francisco vertreten und Gschwandtner ist selbst mindestens alle zwei Monate in den USA, „aber wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen. Es sollen unsere Produkte (Uhren, Brustgurt, Waagen, Anm.) nicht nur bei Amazon erhältlich sein, sondern man muss sie auch in Retail-Stores auf der Straße wie etwa bei Best Buy kaufen können.“ In Las Vegas wird Runtastic demnächst ein Lager eröffnen und von dort den US-Markt mit Hardware beliefern.

Marschplan 2014

Bei Googles Entwicklermesse Google IO Ende Juni wird Runtastic ebenso vertreten sein wie davor bei Apples WWDC, die auch im Juni stattfinden wird. Dort soll auch ein neues Produkt präsentiert werden. Welches, will Gschwandtner nicht verraten. „Es wird weitere Apps im Fitness- und Health-Bereich geben und auch eine neue Hardware.“ Ein Fitness-Band a la Nike Fuelband, Polar Loop oder Fitbit wird es aber definitiv nicht sein. „Ich bezweifle, ob es so etwas ewig geben wird, weil diese Funktion auch ein Smartphone übernehmen kann“, so Gschwandtner. Auch eine Smartwatch wie Samsungs Galaxy Gear könnte die Funktion eines Fitnessbandes jederzeit übernehmen.

Dem Unternehmen Runtastic gehe es jedenfalls gut, „wir haben derzeit 80 Mitarbeiter aus 16 Nationen und wir wachsen kontinuierlich gesund weiter“, so Gschwandtner.