Digital Life
20.03.2015

Safari Private-Modus speichert Browserverlauf

Der Private-Modus im Safari ist gar nicht so privat. Denn in einer Datenbank werden die URLs und Favicon-Images der abgerufenen Webseiten gespeichert.

Wer auf Apples Safari Browser in den privaten Modus will vermutlich die Aufzeichnung von Browserverlauf und die Speicherung von Cookies sowie Browsercache verhindern. Zumindest die Speicherung des Browserverlaufs wird dadurch allerdings nicht verhindert. Denn Safari zeichnet trotz aktiviertem Private-Browsing-Modus die URLs der angesurften Webseiten auf und speichert die entsprechenden Favicon-Dateien.

Zu finden sind die Aufzeichnungen unter ~/Library/Safari/WebpageIcons.db. Diese Datenbank ist weder verschlüsselt noch unauffindbar versteckt und lässt sich per SQLite-Browser relativ einfach auslesen. Darin werden die im herkömmlichen Modus als auch im Private-Modus abgerufenen Webseiten und die dazugehörigen Favicon-Images abgelegt. Um den Browserverlauf tatsächlich zu löschen, muss die Datenbank-Datei entfernt werden.

Seit 2013 nicht behoben

Entdeckt wurde der Fehler bereits 2013. Damals ist in einem wissenschaftlichen IT-Journal ein entsprechender Artikel erschienen. In der kommende OS X Version 10.10.3, die sich derzeit noch in der Betaphase befindet, wurde der Fehler anscheinend noch nicht korrigiert, wie Appleinsider schreibt.