Digital Life
04.09.2018

Seesternkiller-Drohnen sollen Great Barrier Reef schützen

Die autonomen Unterwasser-Drohnen sind mit Giftspritzen bewaffnet.

Der RangerBot ist eine Unterwasserdrohne, die mit einer Giftspritze ausgerüstet ist, mit der Seesterne getötet werden können, wie cnet berichtet. Eingesetzt werden soll das autonome U-Boot am Great Barrier Reef in Australien. Das weltgrößte Korallenriff kämpft mit vielen Problemen. Sein Zustand ist durch Korallenbleichen, zu warmes Wasser, Fischerei und Umweltbelastung geschwächt. In diesem Zustand sind Dornenkronenseesterne, die natürlichen Erzfeinde der Korallen, eine besondere Bedrohung. Die Population der räuberischen Korallenfresser hat sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt.

Um zu verhindern, dass die Seesterne das ohnehin geschwächte Riff weiter zerstören, sollen mehrere Drohnen im Meer patrouillieren und die Dornenkronen dezimieren. Die Technologie wurde 2015 an der Universität Queensland vorgestellt. Die Killerroboter können Dornenkronen angeblich mit einer Genauigkeit von 99 Prozent identifizieren. Wenn sie einen der aggressiven Seesterne finden, injizieren sie eine spezielle Giftmischung in den Körper, der die Dornenkrone umbringt.

Einfache Bedienung

Neben der Suche nach Seesternen werden die Drohnen auch genutzt, um den Zustand des Riffs zu überwachen und Unterwasserkarten anzufertigen. Die Drohnen können bis zu acht Stunden im Wasser arbeiten, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Im Vergleich zu menschlichen Tauchern sind die U-Boote billiger und effizienter. Der Umgang mit den Drohnen soll so einfach sein, dass Ungeübte nur 15 Minuten benötigen, um ihn zu erlernen.

Die Drohnen wiegen 15 Kilogramm und sind 75 Zentimeter lang. Neben den Unterwasserdrohnen versucht Australien auch andere Technologien einzusetzen, um das Sterben des Great Barrier Reef zu verhindern. Fliegende Drohnen mit Kameras werden zur Überwachung eingesetzt, Simulationen sollen die zu erwartende Entwicklung zeigen und künstliche Riffteile sollen den Verfall aufhalten.