Silk Road 2.0 blieb großteils dem Design der ersten Version (hier abgebildet) treu

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Silk Road 2.0 gehackt: Millionen gestohlen
02/14/2014

Silk Road 2.0 gehackt: Millionen gestohlen

Laut dem Betreiber wurde eine Bitcoin-Schwachstelle ausgenutzt, wodurch der seiteneigene Treuhandservice ausgeräumt werden konnte.

Der Moderator des Online-Schwarzmarktes Silk Road 2.0 mit dem Usernamen Defcon hat am Donnerstag in einem Forenpost bekannt gegeben, dass die Platfform einem Cyber-Angriff zum Opfer gefallen ist. Dabei wurden rund 4.500 Bitcoins in einem Wert von über zwei Millionen Euro gestohlen. Die betroffenen Bitcoins lagen in dem hauseigenen Treuhanddienst, wie unter anderem TechCrunch berichtet.

Die Seite setzte auf den Treuhandservice, um Bitcoins sicher von einem User zum anderen schicken zu können. Der Angreifer nutzte eine Schwachstelle aus, wobei Transaktionen maskiert sind und mehrmals durchgeführt werden können, ohne, dass der betroffene Account zustimmen muss. Der gleiche Bug führte bereits dazu, dass Handelsplattformen wie Mt. Gox zeitweise ihren Betrieb einstellen mussten. Ob die Angaben der Betreiber tatsächlich korrekt sind, wird derzeit unter Usern diskutiert. Manche werfen den Silk-Road-2.0-Hintermännern vor, den Hack erfunden und die Bitcoins selbst gestohlen zu haben. Die Nachricht von dem Hack hat zwischenzeitlich dafür gesorgt, dass der Bitcoin-Kurs deutlich gefallen ist.

Silk Road 2.0 ist ein direkter Nachfolger der ersten Version des Online-Schwarzmarktes, auf dem vorwiegend mit illegalen Gütern wie Drogen gehandelt wird. Die Seiten sind nur über das Tor-Netzwerk erreichbar. Ross William Ulbricht, der mutmaßliche Gründer und Betreiber des ursprünglichen Silk Road, steht derzeit in New York vor Gericht.

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