© REUTERS/DADO RUVIC

Digital Life
11/05/2020

Silk-Road-Bitcoins im Milliardenwert wechselten Besitzer

Wer den Transfer durchgeführt hat, bleibt unklar. Vermutet wird, dass jemand das Passwort geknackt haben könnte.

7 Jahre lang blieb die Wallet der Darknet-Plattform Silk Road unberührt - also seit der Schließung des Portals und der Verhaftung seines Betreibers Ross Ulbricht. Am Donnerstagabend wurde der Gesamtbetrag im Wert von rund einer Milliarde Dollar (70.000 Bitcoins) jedoch erstmals in andere Wallets bewegt, wie aus einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian hervorgeht.

Über die Plattform wurden unter anderem Drogen und andere illegale Ware gehandelt. 

Zwei Mal lebenslänglich

Dass die Wallet jahrelang nicht angefasst wurde, war öffentlich einsehbar. Im Jahr 2012 lag der Wert noch bei etwa 350.000 Dollar, wie Tom Robinson, Forscher für Kryptowährung bei Elliptic, analysiert. 2013 wurde der 36-jährige Betreiber festgenommen und wurde zu einer zweimal lebenslänglichen Haft plus 40 Jahre ohne Option auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Seitdem gab es keine Bewegungen. Bis jetzt.

Das FBI konnte 174.000 Bitcoin bereits beschlagnahmen, der Verbleib von weiteren 450.000 bleiben noch ungeklärt. Laut Robinson sei es unklar, wer das Geld bewegt hat. Es wird vermutet, dass ein Dritter, der Ulbricht nahesteht, für den Transfer verantwortlich sein könnte oder jemand es geschafft hat, das Passwort zu knacken und die Gelder zu stehlen. Zeit dafür gab es schließlich genug. 

Brute-Force-Angriff

Zudem soll eine Silk-Road-Wallet-Datei seit Jahren in der Kryptowährung-Szene kursieren. Mit einem sogenannten Brute-Force-Angriff und viel Glück könnte das Passwort des privaten Schlüssels tatsächlich geknackt worden sein, heißt es. Beweise gibt es hierzu aber nicht.

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