Digital Life
07.10.2017

Spektakuläre A380-Landung im Sturm: Kein Autopilot

Ein Video, das die turbulente Landung eines A380 am Donnerstag in Düsseldorf zeigt, wurde schon 4,5 Millionen Mal angeklickt. Die Crew meisterte die Situation ohne Autopilot.

Die Bilder sind spektakulär. Aufgrund des Sturms "Xavier", der am Donnerstag über Deutschland fegte, kam es zu enormen Seitenwinden am Flughafen Düsseldorf. Diese erwischten auch einen A380 der Fluglinie Emirates, der von Dubai anflog. Wie im Video zu sehen ist, wird das Flugzeug unmittelbar nach der Landung mehrmals von starken Winden erfasst. Die Schnauze hebt sich wieder, das Flugzeug schlingert schließlich für einige Sekunden die Piste entlang, bis die Piloten den A380 wieder mittig stabilisieren und abbremsen können.

Keine Gefahr für Passagiere

„Das sah sicher sehr spektakulär aus, aber der Pilot hatte die Maschine jederzeit unter Kontrolle. Für die Passagiere, die sicher ordentlich durchgeschüttelt wurden, bestand nie eine Gefahr, sagte Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit der Kölner Zeitung "Express". Wahl geht davon aus, dass die routinierte Landung der Crew zu verdanken sei, da bei so einem Manöver jeder Autopilot versage. "Das war sicher nur die Crew, die geflogen ist. Das kann kein Computer", sagte Wahl.

Ähnlich äußerte sich die Airline zu der Riesenmaschine und ihrer Landung am Donnerstag in Düsseldorf. "Zu keiner Zeit war die Sicherheit der 446 Passagiere sowie der 25 Flugbegleiter und der zwei Piloten gefährdet" sagte ein Emirates-Sprecher am Samstag. Auch der Düsseldorfer Flughafensprecher gab schnell nach Auftauchen des Videos Entwarnung. Es seien keine besonderen Maßnahmen notwendig gewesen, sagte Christian Hinkel am Freitag.

Seitenwinde unangenehm

"Sicherlich sind böige Seitenwinde bei der Landung aber grundsätzlich für alle Beteiligten nicht sonderlich angenehm." Laut dem Flughafen werden Piloten speziell auch für solche Windverhältnisse ausgebildet. Teilweise sehe der Anflug bei Seitenwinden spektakulär aus, auch wenn es am Ende oftmals Routine sei, hieß es weiter.