Digital Life
30.01.2019

Spesen bei Handel mit Kryptowährungen oft intransparent

Ein Praxistest der Arbeiterkammer zeigt, dass die Spesen beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen oft unklar sind.

Die Arbeiterkammer (AK) hat verschiedene Online-Plattformen und Verkaufsstellen untersucht, die Kryptowährungen anbieten und dabei festgestellt, dass Kunden die anfallenden Spesen oft verschwiegen werden.

Die AK kaufte dazu laut Aussendung verschiedene Kryptowährungen in Verkaufsstellen wie Post, Trafiken oder Stores, an Behebungsautomaten sowie auf fünf Online-Plattformen. Kurze Zeit später tausche sie die Bitcoins & Co wieder in Euro zurück.

Hohe Spesen am Automaten

Der Test ergab, dass teils sogar erhebliche Spesen anfallen können. An Automaten, an denen Kryptowährungen behoben werden können, fallen diese unterschiedlich aus. Im Schnitt betrugen sie beim Kauf 4,9 Prozent, beim Verkauf fünf Prozent. Bei besonders teuren Automaten betrugen die Spesen zehn Prozent. Es gab auch unterschiedliche Spesen bei ein- und demselben Anbieter von Automaten.

Wie viele Spesen anfallen, sei für Kunden zudem nicht immer klar ersichtlich, manchmal fehlen sie am Kaufbeleg zur Gänze, so die AK. Bei Online-Plattformen können zudem beim Kauf Bank- und Überweisungsspesen von bis zu 3,6 Prozent anfallen.  Für das notwendige E-Wallet gibt es Verwahrungsspesen und Abhebegebühren.

„Für Durchschnittskonsumenten ist es daher fast unmöglich, die höchst schwankenden Kurse von Kryptowährungen zu bewerten“, sagt der AK-Konsumentenschützer Christian Prantner.