FRANCE-HOSPITAL-HEALTH-INVESTIGATION

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Digital Life
10/02/2019

Spitäler weisen Patienten wegen Ransomware-Attacke ab

In Australien und den USA sind mehrere Krankenhäuser von Ransomware lahmgelegt. Nur absolute Notfälle werden angenommen.

Unbekannte Cyberangreifer haben mehrere Spitäler in Australien und den USA mit Ransomware infiziert. Insgesamt sind Computersysteme von zehn Krankenhäusern davon betroffen, sieben davon in Australien, drei in den USA. Wie Ars Technica berichtet, mussten die drei Spitäler in den USA auf Notbetrieb umstellen. Bis die Computerprobleme behoben sind, wollen sie keine Patienten, bis auf absolute Notfälle, aufnehmen.

Wochenlange Aufräumarbeiten

Während die Spitäler in den USA am Dienstag von Cyberangriffen berichteten, traten die Vorfälle in Australien bereits am Montag auf. Die Krankenhäuser sprachen von einem "cyber health incident" und kämpfen nun gemeinsam mit staatlichen australischen Cyberabwehrspezialisten an der Bekämpfung der Ransomware. Laut einem Experten werde es Wochen dauern, bis die infizierten Netzwerke wiederhergestellt sind.

Verbindung unklar

Dass es eine Verbindung zwischen den Ransomware-Angriffen in Australien und den USA gibt, ist bislang nicht nachgewiesen. Die Vorfälle stellen aber die größten ihrer Art seit langer Zeit dar. Das letzte Mal, dass Krankenhäuser durch Schadsoftware in einem derartigen Ausmaß lahmgelegt wurden, war im Jahr 2017 durch WannaCry und NotPetya.