Digital Life
30.11.2011

Spotify integriert Apps in Plattform

Wie bereits erwartet, hat der Musik-Streaming-Dienst Spotify am Mittwochabend angekündigt, seine Plattform um Apps zu erweitern. Spotify-CEO Daniel Ek sagte vor Journalisten, man wolle die User-Experience einfach halten, gleichzeitig aber neue Möglichkeiten beim Erleben und Teilen von Musik schaffen. Unter den ersten App-Entwicklern sind der Streaming-Dienst last.fm und das Magazin Rolling Stone.

Die Apps werden als kostenlose Erweiterungen in die Spotify-Oberfläche integriert und können über einen App Finder hinzugefügt werden. Die Apps werden auf der linken Programmseite aufgerufen und füllen die mittlere Programmoberfläche aus. Die Grundfunktionalitäten der Spotify-Plattform bilden den Rahmen rund um die Apps. Die Apps sind sowohl für User eines kostenlosen sowie für User mit einem bezahlten Account verfügbar. Derzeit ist eine Umsetzung nur für den Desktop geplant, die Apps basieren auf HTML5-Basis und werden von Spotify abgesegnet.

Neue Freundeslisten

Neben den Entwicklerschnittstellen hat Spotify auch einige Änderungen in der Verwaltung von Freundeslisten angekündigt. So kann man seine Freunde nun nach Favoriten ordnen und auf einer Übersichtsseite sehen, was diese gerade hören, aber auch, welche Konzerte oder andere Musikevents besucht werden. Wie ebenfalls bereits in US-Medien vorweggenommen, können über die integrierten Apps auch Songtexte mitverfolgt und Konzertkarten gekauft werden. Magazinen wie dem Rolling Stone gibt die Erweiterung die Möglichkeit, CD-Kritiken und Berichte im Rahmen seiner App direkt auf Spotify einzupflegen.

Die aktuelle Userzahl – noch vor dem Launch der jüngsten Spotify-Länder Österreich, Belgien und der Schweiz – bezifferte Spotify-CEO Ek mit zehn Millionen. Etwa ein Viertel würden für den Dienst bezahlen. Gerüchte rund um einen Ausbau der eigenen MP3-Verkaufsplattform nach iTunes-Vorbild bewahrheiteten sich nicht.

Preview-Version

Einen offiziellen Launch-Termin für die neue Spotify-Plattform gibt es noch nicht. Wer die neuen Funktionalitäten aber bereits ausprobieren möchte, kann sich eine Preview-Version herunterladen.

Mehr zum Thema