Was aus studiVZ wurde

© apa/Martin Gerten

Kampflustig
04/10/2012

StudiVZ will noch nicht aufgeben

Die guten Jahre sind für die VZ-Netzwerke, allen voran StudiVZ, angesichts der Dominanz von Facebook vorbei. In einem Interview mit der „Welt“ kündigte der Chef von Holtzbrinck Digital, Markus Schunk, an, das Netzwerk nicht kampflos sterben lassen zu wollen. Ein Relaunch im Sommer soll das deutsche Netzwerk retten – als Nischenportal.

Wie Schunk im Interview zugab, habe man rückblickend betrachtet sich wohl zu stark an den Großen orientiert, als sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Diese sieht Schunk etwa im Daten- und Jugendschutz. In Zukunft will das Netzwerk sich wieder stärker auf die Zielgruppe - Schüler und Studenten – konzentrieren und so zum führenden Angebot in dieser Nische im deutschen Markt werden.

Nur mehr fünf Millionen User aktiv
Ob die VZ-Netzwerke die Kehrtwende schaffen werden, bleibt abzuwarten. Sowohl die Besuche als auch die aktiven Userzahlen gehen derzeit drastisch zurück. Von etwa 16 Millionen Usern sind mittlerweile nur mehr fünf aktiv – Tendenz weiter fallend. Laut Schunk habe man die Gefahr durch Facebook erkannt und habe bereits vor Jahren einem Verkauf an das damals rivalisierende Netzwerk zugestimmt. Die Verkaufsverhandlungen seien aber an datenschutzrechtlichen Auflagen gescheitert, so der Holtzbrinck Digital Chef.