Digital Life
04.10.2018

Trump verschickte SMS an 225 Millionen US-Bürger: Klage

Der erste „Presidential Alert“ ging am Mittwoch an Millionen Handy-Besitzer in den Vereinigten Staaten.

Am Mittwochnachmittag um 14:18 Washingtoner Zeit ging erstmals ein sogenannter Presidential Altert an alle US-amerikanischen Handy-Besitzer. Der Text besagte: „Das ist ein Test des nationalen Drahtlos-Notfallalarm-Systems. Es ist keine Aktion erforderlich.“ Dass der entsprechende Test zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wird, ist bereits seit längerem bekannt.

Drei New Yorker wollen es sich aber nicht gefallen lassen, dass sie ungewollt Nachrichten des US-Präsidenten bekommen können und haben darum eine Klage eingereicht, wie Cnet berichtet. Darin heißt es unter anderem, dass Trumps Aufstieg durch bewusste Desinformation passiert sei.

Die Behörde arbeitet für den Presidential Alert mit über 100 Betreibern in den gesamten Vereinigten Staaten zusammen, es dürfte also praktisch jeder Handynutzer mit Empfang erreicht worden sein. Medien schätzen, dass rund 225 Millionen Menschen die Nachricht empfangen haben.

Vergleichbare Systeme

In den USA gibt es mit den sogenannten Amber Alerts sowie mit Nachrichten bei extremen Wetterereignissen ähnliche Systeme.  Die „Presidental Alerts“ können im Unterschied zu den anderen beiden Systemen jedoch nicht deaktiviert werden.

 

An der Funktion wird bereits seit 2006 gearbeitet. Damals segnete der Kongress ein entsprechendes Gesetz nach dem katastrophalen Hurricane Katrina ab. Der Grundgedanke ist, das nicht deaktivierbare System als letzte Warninstanz bei besonders gravierenden Ereignissen zu nutzen.