Twitter-CEO Jack Dorsey

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Digital Life
02/15/2019

Tweets könnten in Zukunft „klargestellt“ werden

Laut dem Twitter-CEO wird es keine Editier-Funktion geben, dafür aber eventuell eine andere Lösung.

Seit Jahren wird eine Bearbeitungs-Funktion für Twitter gefordert. Dies wurde bisher stets vom Unternehmen abgelehnt. Während User argumentieren, damit nicht funktionierende URLs oder Rechtschreibfehler ausbessern zu wollen, hält Twitter damit dagegen, dass im Nachhinein absichtlich der Kontext von Nachrichten geändert werden kann. Jetzt bahnt sich eine Kompromiss-Lösung an.

Twitter-CEO Jack Dorsey hat bei einem Event angekündigt, über eine Funktion nachzudenken, mit der User ihre Tweets nachträglich „klarstellen“ können, berichtet Recode. Das könnte so aussehen, dass bei einem beliebigen Tweet, den man in der Vergangenheit abgesetzt hat, eine Klarstellung hinzugefügt werden kann. Diese Klarstellung soll auch dann sichtbar sein, wenn andere User die ursprüngliche Nachricht bereits als Re-Tweet weiterverbreitet haben.

Virale Tweets

Mit dieser Methode könnten auch Tweets, die bereits viral geworden sind, im Nachhinein mit einer Klarstellung versehen werden. Als Begründung für die Überlegungen nennt Dorsey, dass heutzutage immer mehr Menschen gekündigt werden, wegen Dingen, die sie irgendwann einmal in der Vergangenheit auf Twitter oder anderen sozialen Netzen gesagt haben.

Ob diese Funktion tatsächlich gemacht wird, ist unklar. Und falls es die Klarstellungs-Funktion einmal geben wird, könnte sie zu Beginn nicht für alle User nutzbar sein. Laut einem Sprecher von Twitter wäre es denkbar, dass die Funktion in einem Testbetrieb nur von Medien und Journalistengenutzt werden könnte. Sie sollen so unklare oder missverständliche Nachrichten entschärfen, die bereits auf Twitter die Runde machen.