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Tests Uber: Fahrer müssen bei selbstlenkenden Autos oft eingreifen.

Eines der selbstfahrenden Uber-Autos
Eines der selbstfahrenden Uber-Autos - Foto: AP/Gene J. Puskar
Uber testet derzeit 43 selbstfahrende Autos. Laut einem Bericht mussten die menschlichen Fahrer durchschnittlich alle 1,3km eingreifen.

Wenn es nach dem Fahrdienstvermittler Uber geht, könnten zukünftig fahrerlose Autos per App gerufen werden. Bis es soweit ist, könnte es noch eine ganze Weile dauern. Denn wie aus einem Bericht hervorgeht, müssen Menschen bei Ubers selbstfahrenden Autos sehr oft korrigierend eingreifen.

Recode hat einen internen Bericht zugespielt bekommen, der Statistiken im Sieben-Tage-Rhythmus enthält. Derzeit sind 43 Testwagen unterwegs. Wie gesetzlich vorgeschrieben müssen menschliche Fahrer an Bord sein, die jederzeit das Steuer übernehmen können. In der Periode 1.3. bis 8.3. wurden insgesamt 32.757km selbstfahrend zurückgelegt.

Laut dem Bericht wurden durchschnittlich 1,27km zurückgelegt, bevor der menschliche Fahrer eingreifen musste. Eine genaue Aufschlüsselung nach Gründen gibt es nicht. Laut dem Bericht zählen zu dieser Statistik das Eingreifen, wenn die Spur nicht gehalten wird, schlechtes Wetter die Sensoren beeinflusst oder das Auto bei einer Kurve droht auf die andere Fahrbahn zu geraten. Vorzeitige Überholmanöver, unabsichtliches Eingreifen und das Übernehmen des Steuers beim Erreichen des Fahrziels sind laut dem Bericht nicht Teil der Statistik.

Kritisches Eingreifen

In dem Bericht gibt es eine Sektion für kritisches Eingreifen. Dies sind Situationen, in denen der Fahrer eingreifen musste, um das Rammen einer Person oder eines Autos zu vermeiden und um Sachschaden in der Höhe von 5.000 US-Dollar oder mehr zu verhindern. Diese Zwischenfälle passierten alle 321km. Dies ist laut dem Bericht eine deutliche Verbesserung. In der Periode zuvor kamen solche Zwischenfälle durchschnittlich alle 183km vor. Anfang Februar waren es sogar alle 80km.

Diese großen Unterschiede könnten laut Recode daran liegen, dass die selbstfahrenden Autos in neuen Gebieten unterwegs waren. Je öfters die Strecken und Gegenden abgefahren werden, desto besser lernt das selbstfahrende Auto darin unfallfrei zu agieren.

Im Bericht gibt es noch eine Statistik für „Bad Experience“ – schlechte Erfahrung. Diese weist aus, wie viele Kilometer durchschnittlich zurückgelegt wurden, bevor das Auto eine abrupte Bewegungen machte, etwa durch Lenkmanöver oder zu starkes Bremsen. Das hat nichts mit Unfallvermeidung zu tun, sondern mit einer ruhigen Fahrt und damit mit der Zufriedenheit der Fahrgäste. Alle drei Kilometer wurde es etwas holprig. Außergewöhnlich oft kam es in dieser Periode auf der Scottsdale Road in Arizona zu schlechten Erfahrungen: jeden Kilometer.

(futurezone) Erstellt am 17.03.2017, 18:54

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