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Digital Life
06/18/2019

Uber kickt Fahrer und Passagiere ohne Manieren von der Plattform

Wer sich nicht benimmt, fliegt raus. Uber will Fahrer und Passagiere mit schlechten Bewertungen deaktivieren.

Klingt nach der Black Mirror-Episode „Nosedive“, in der Personen mit einer schlechten Social Media-Bewertung ihre Privilegien verlieren. Doch das neue System soll Uber zufolge eine höhere Fahrsicherheit gewährleisten, wie Mashable berichtet. 

Das US-Unternehmen, das Taxi-Dienste mit Mietwagenfahrern anbietet, will diese künftig mit schlechten Bewertungen aus der Plattform kicken. Das Gleiche soll jedoch auch mit Passagieren passieren, wenn sie weit unter der Fünf-Sterne-Bewertung liegen. 

Tipps für Verbesserung

In Australien, Neuseeland und Indien gibt es das Feature bereits – nun müssen sich auch Fahrer und Passagiere in den USA und in Kanada den neuen Regeln anpassen. Sonst droht die Deaktivierung ihres Accounts. Bevor dies jedoch passiert, werden Betroffene von Uber vorerst verwarnt und bekommen Tipps, um ihre Bewertung zu verbessern.

Nicht selten kommt es vor, dass sich sowohl Uber-Fahrer als auch Gäste schlecht benehmen. Mit dieser „Drohnung“ möchte Uber Problemen entgegenwirken – auch wenn sie nur einen kleinen Prozentsatz betreffe, so das Unternehmen.

Realisierung in Österreich?

Ob das neue System auch in Österreich umgesetzt wird, ist zu bezweifeln. Die heimische Taxi- und Mietwagenbranche steht aktuell vor einer großen Reform, was das endgültige Aus für Uber bedeuten könnte. FPÖ, ÖVP und SPÖ haben unlängst ein Gesetzesvorhaben zur Zusammenlegung des Gewerbes im Nationalrat eingebracht. Der nächste Verkehrsausschuss wird das Thema morgen behandeln.