Digital Life
11.12.2016

Uber verbietet Kunden Flirten und Dates

Wer Uber nutzt, darf nicht mit anderen Mitfahrern oder Fahrern flirten oder gar mit ihnen Sex haben. Damit will Uber einen zunehmenden Trend Einhalt gebieten.

Der Fahrtdienst Uber hat sich kurioserweise in den USA zu einer „ Speed-Dating“-Alternative entwickelt. Bei UberPool können mehrere Menschen, die einander nicht kennen, aber das gleiche Ziel haben, ein Uber zum günstigen Preis buchen. Laut Recode nutzten zahlreiche Uber-Kunden das Carpool-Angebot UberPool aber auch, um neue Menschen kennenzulernen. Obwohl man sich nicht aussuchen kann, mit wem man unterwegs sein wird, scheint der Trend in den USA um sich zu greifen. Ein Paar, das sich auf diesem Weg kennenlernte, soll laut Uber sogar mittlerweile verlobt sein.

"Kein-Sex-Regel"

Doch der Fahrtdienst will offenbar nicht mit Tinder konkurrieren und verbietet nun in seinen Community-Richtlinien das Flirten. „Es ist in Ordnung, mit anderen Menschen im Auto zu reden. Aber bitte kommentiere nicht das Aussehen anderer oder frage, ob sie Single sind“, heißt es in den Regeln. Wenig später wird man deutlicher „Berühre oder flirte nicht mit anderen Menschen im Auto. Und nur als Erinnerung, Uber hat eine ‚Kein Sex‘-Regel. Sexueller Kontakt zwischen Fahrern und Mitfahrern ist unter keinen Umständen erlaubt.“

Angst vor Übergriffen

Befolgt man diese Regeln nicht, droht die Sperre auf Uber. Diese Sperrgründe gelten aber derzeit nur in den USA, wie man ausdrücklich in den Community-Richtlinien betont. Uber möchte mit den neuen Regeln wohl auch verhindern, dass es zu Belästigungen oder gar Übergriffen kommt. Meist beschränken sich derartige Vorfälle auf männliche Fahrer, die weibliche Fahrgäste belästigt oder gar angegriffen haben. In Indien bietet Uber daher sogar einen Panik-Button an, der im Notfall die Polizei benachrichtigt.

Derzeit gibt es UberPool in Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht. Der Dienst ist in Europa vorerst auf London und Paris beschränkt.