Digital Life
10.11.2017

US-Agent griff mehrmals bei Silk-Road-Bitcoins zu

Ein US-Ermittler, der sich mehrfach aus den beschlagnahmten Bitcoin-Vermögen des Online-Handelsplatzes Silk Road bedient hat, wurde zu weiteren zwei Jahren Haft verurteilt.

Fast sechs Jahre Haft hatte der US-Geheimagent Shaun Bridges bereits 2015 ausgefasst, weil Bitcoins des illegalen Handelsplatzes Silk Road, gegen den er ermittelte, abzweigte. Damals bekannte er sich schuldig von den US-Behörden beschlagnahmte Bitcoins im Wert von über 800.000 Dollar auf eigene Bitcoin-Wallets transferiert zu haben.

Wie sich später herausstellte griff Bridges aber mehrfach auf die beschlagnahmten Bitcoins zu. Weil er, kurz bevor er 2015 seine Haftstrafe antrat, weitere Bitcoins im Wert von damals rund 360.000 Dollar abzweigte wurde er nun zu weiteren zwei Jahren Haft verurteilt, berichtet engadget. Nach heutigem Kurs wäre die abgezweigte Summe umgerechnet mehr als elf Millionen Dollar wert.

Versteigert

Silk Road wurde 2013 geschlossen. Der Gründer es Handelsplatzes, Ross Ulbrecht wurde 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Bitcoin-Einnahmen des Handelsplatzes wurden von den US-Behörden versteigert und brachten 2015 rund 48 Millionen Dollar ein. Nach heutigem Kurs haben sie einen Wert von rund einer Milliarde Dollar.