Facebook führt die Funktion "Legacy Contact" ein, damit ein Social-Network-Freund das Profil einer verstorbenen Person managen kann
Facebook führt die Funktion "Legacy Contact" ein, damit ein Social-Network-Freund das Profil einer verstorbenen Person managen kann
© Facebook

Online-Vermächtnis

US-Facebook-Nutzer können virtuellen Erben wählen

US-Nutzer von Facebook sind die ersten, die auf dem Social Network einen so genannten "Legacy Contact" auswählen können. Einer der eigenen Facebook-Freunde hat dann die Ermächtigung, im Falle des eigenen Todes die Kontrolle über das eigene Facebook-Profil übernehmen zu können.

Wird Facebook ein Todesfall gemeldet, wird das Profil der betreffenden Person optisch verändert und der "Legacy Contact" informiert. Er kann dann Nachrichten auf die Pinnwand des Verstorbenen posten, Profilbilder verändern und sogar Freundschaftsanfragen bearbeiten. Nur auf die privaten Nachrichten des Verstorbenen hat auch der virtuelle Erbe keinen Zugriff.

Ein Facebook-Nutzer kann seinem Erben auch die Berechtigung erteilen, alle hochgeladenen Fotos, Profileinträge und Profilinformationen herunterzuladen. Der Facebook-Erbe wird sich aber nicht im Namen des Verstorbenen bei Facebook anmelden können. Auch peinliche Status-Einträge oder gepostete Fotos können vom Erben nicht gelöscht werden.

Facebook führt die Funktion "Legacy Contact" ein, damit ein Social-Network-Freund das Profil einer verstorbenen Person managen kann

Erinnerungsstätte

Bisher konnte das Profil einer bei Facebook als verstorben gemeldeten Person nicht mehr verändert werden. Wie Facebook auf seinem Unternehmensblog beschreibt, will das Social Network nun die Bedürfnisse jener besser befriedigen, die Facebook auch als eine Art Erinnerungsstätte wahrnehmen. Aus diesem Grund wird auch keine Werbung auf den Facebook-Seiten Verstorbener eingeblendet.

Die neue Funktion des "Legacy Contact" wird zunächst nur US-amerikanischen Facebook-Nutzern offenstehen. Künftig soll sie aber auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Konkurrent Google hat eine ähnliche Funktion bereits im Jahr 2013 eingeführt, berichtet das Wall Street Journal.

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