Digital Life
04.08.2012

USA: AT&T schaltet GSM-Netz 2017 ab

Das in den 90er-Jahren gestartete GSM-Netz wird in den USA kaum mehr genutzt, nun will der Telekomgigant AT&T sein Netz der zweiten Generation abdrehen. Ab 2017 sollen nur mehr Netze der dritten und vierten Generation, also UMTS und LTE, zur Verfügung stehen.

Der US-Telekommunikationsriese AT&T gab bekannt, dass er sein GSM-Netz bis zum Jahr 2017 abschalten werde. Nur mehr zwölf Prozent der AT&T-Kunden besitzen noch ein Handy oder Smartphone, das lediglich im GSM-Netz funkt, daher wolle man Platz für die Netze der dritten und vierten Generation schaffen. Zukünftig werde der Mobilfunkanbieter keinerlei Handys mehr anbieten, die lediglich mit dem GSM-Netz kompatibel sind und sich stärker auf den Ausbau des UMTS- sowie des im vergangenen Jahr gestarteten LTE-Netzes konzentrieren.

Zwei ohne, zwei mit GSM-Netz
Die Kunden sollen diesen Übergang nicht bemerken, der Mobilfunker will ihnen dabei helfen, hat aber laut einem Unternehmenssprecher diesbezüglich noch keine konkreten Pläne. AT&T ist der derzeit größte Mobilfunkanbieter der USA und hat knapp 100 Millionen Kunden. Sprint, die Nummer Drei hinter Verizon und AT&T, ist ebenfalls gerade dabei, die verbleibenden Netze der zweiten Generation abzuschalten. Verizon und Vodafone haben laut dem Wall Street Journal keinerlei Pläne, ihr GSM-Netz "in naher Zukunft" abzuschalten.

Mehr zum Thema

  • USA: 1,3 Millionen Anfragen an Netzbetreiber
  • New York macht Telefonzellen zu WLAN-Hotspots
  • USA steuert auf GSM-Monopol zu