Digital Life
05.03.2017

Video von Tesla-Unfall zeigt Grenzen des Autopilots

© Bild: vidme

Ein Tesla Model S krachte Ende Februar in eine Barriere einer Baustelle. Der Fahrer klagte über den Autopiloten, doch ein Video gibt ihm die Schuld.

Ein Tesla Model S mit aktiviertem „ Autopilot“-Feature krachte Ende Februar gegen eine Leitplanke im US-Bundesstaat Texas. Nun zeigt ein Dashcam-Video eines Fahrers hinter ihm, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Demnach hielt der Autopilot trotz relativ verwirrenden Bodenmarkierungen gut die linke von zwei Spuren. Doch er übersah, dass aufgrund einer Baustelle die Fahrbahn verengt und somit die zweite Spur aufgelassen wurde. So krachte das Model S plötzlich in eine Betonbarriere.

My car hit a barrier while I was on autopilot..

Die Insassen haben lediglich einige blaue Flecken davongetragen, doch der Fahrer beklagte sich in einem Reddit-Thread öffentlich über den Unfall. „Das Fahrzeug hat AP1 (erste Generation des Autopiloten) und ich hatte bislang nie Probleme damit. Der Autopilot war ein und warnte mich nicht. Ich habe die Straße falsch gedeutet und die Barriere getroffen“, so der Fahrer.

Der Autopilot war offenbar auch verwirrt, da die eigentliche Bodenmarkierung weiter hinter die Barriere führte. Eine leicht gepunktete Linie sollte Fahrern deuten, welchen Weg sie stattdessen einschlagen sollten. Das dürfte Electrek zufolge auch eine der Ursachen für den Unfall sein. So sei die Baustelle nicht ausreichend gut gekennzeichnet, sodass der Autopilot diese verlässlich genug erkennen könnte.

Warten auf Upgrade

Da der Autopilot aber kein vollständig autonomes Fahrerlebnis bieten kann, ist auch der Fahrer mitverantwortlich. Dieser hätte die Straße im Auge behalten und eingreifen müssen. Hier hat lediglich das „Forward Collision Warning“-Feature versagt, das vor herannahenden Hindernissen warnt und im Notfall eine Notbremsung veranlasst. Das war aber offenbar hier nicht möglich, da der Fahrer hinter dem Model S zu nahe war und so ein Auffahrunfall die Folge gewesen wäre.

Teslas Autopilot soll 2017 ein erhebliches Upgrade bekommen. Die neuen Sensoren sollen die Autonomiestufe des Fahrzeuges auf Level 5 heben. Damit soll das System alle relevanten Aufgaben im Straßenverkehr übernehmen können, der Fahrer muss aber weiterhin aufmerksam bleiben, um im Notfall eingreifen zu können. Der Autopilot der ersten Generation gewährt lediglich Autonomie auf Level 2. Das deckt die Automatisierung bestimmter Aufgaben, beispielsweise dem Halten der Spur oder des Abstandes.